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UZWIL: Virtuell auf Dächern unterwegs

Die Qual der Wahl: Noch während der Schulzeit einen Beruf fürs Leben auszuwählen, ist nicht leicht. Das Bildungszentrum Polybau setzt Virtual-Reality-Brillen ein, um die Schüler bei der Wahl zu unterstützen.
Jonas Manser
Inklusive Schwindelgefühl: Schüler erleben an den Messen die Berufe mit den VR-Brillen. (Bild: PD)

Inklusive Schwindelgefühl: Schüler erleben an den Messen die Berufe mit den VR-Brillen. (Bild: PD)

Jonas Manser

jonas.manser@wilerzeitung.ch

Eindrücke vom Alltag von Dachdeckern, Abdichtern, Fassadenbauern, Gerüstbauern und Storenmonteuren an angehende Lehrlinge zu vermitteln, war bisher schwierig. Virtual-Reality-Brillen (VR, siehe Kasten) machen es möglich. Mit fünf Videos stellt das Bildungszentrum Polybau den Schülern an Berufsmessen hautnah und authentisch die Berufe der Gebäudehülle-Spezialisten vor: Interessierte setzen die Brille auf und finden sich auf einem Hausdach wieder. Aus der Ich-Perspektive kann der Kopf um 360 Grad gedreht werden, die ganze Umgebung wirkt auf einen ein. Gleichzeitig erklärt ein Erzähler die Vorgänge. «Die Schüler sind begeistert von den Filmen», sagt Projektleiterin Karin Gamma, Leiterin Markom und Events Polybau, des Bildungsdienstleisters für das Berufsfeld Gebäudehülle mit Hauptsitz in Uzwil.

An Berufsmessen ausprobieren

Seit diesem Monat sind die Brillen an Messen im Einsatz, die Rückmeldungen seien positiv: «Einige Schüler sind erschrocken über die Höhen, auf denen die Arbeiten erledigt werden.» Mit den Brillen können sie sich ein besseres Bild vom Beruf machen. Es gehe weniger darum, Schüler anzulocken oder abzuschrecken, sondern sie bei der Wahl des passenden Berufes zu unterstützen.

Das 360-Grad-Erlebnis soll Interesse wecken und einen Vorgeschmack auf den Praxistag im nächsten Jahr sein. Um die Berufe auch zu Hause erleben zu können, verteilt das Bildungszentrum Cardboard-Brillen (siehe Kasten). «Die Cardboards können zudem im Anschauungsunterricht verwendet werden», erklärt Gamma. Schüler benutzen ihre eigenen Handys, um mit den Kartonbrillen über Youtube die Videos anzuschauen. Polybau hofft, dass das Medium künftig auch in der Schule oder der Berufsberatung Anwendung findet. Es ist Polybau ein Anliegen, ein korrektes Berufsbild vermitteln zu können, welches auch die Herausforderungen und Ansprüche der Berufe aufzeigt. «Anfänglich planten wir ein interaktives Videospiel. Die Kosten wären jedoch viel zu hoch ausgefallen», sagt Karin Gamma. Über weitere Verwendungen der VR-Technologie macht sich Polybau noch keine Gedanken. «Die Filme dienen uns hauptsächlich für die Berufswerbung. Schliesslich bilden wir Handwerker aus. Da kommt man um die Praxis nicht herum.» Das Projekt wurde von Polybau selbst initiiert. Ob sie das Virtual-Reality-Projekt später weiterentwickeln, werde sich in zwei bis drei Jahren zeigen. Sie planen zumindest, die Videos noch auf Französisch zu übersetzen.

Hinweis

Das Bildungszentrum Polybau und die Spezialisten der Gebäudehülle sind an der Berufsmesse Thurgau am 21. September in Weinfelden vertreten. Lehrpersonen sowie Schüler können Polybau-Cardboards unter info@poly bau.ch bestellen.

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