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UZWIL: Uzwil verliert die Credit Suisse

Das Zentrum von Uzwil wird um ein namhaftes Unternehmen ärmer. Die Credit Suisse verlässt die Gemeinde per Ende Mai. Dies kommt überraschend, da die Grossbank die Uzwiler Niederlassung vor gerade mal drei Jahren modernisieren liess.
Simon Dudle
Der Bankenplatz Uzwil wird kleiner: Nur noch bis Ende Mai wird die Credit Suisse an der Bahnhofstrasse 76 eingemietet sein. (Bild: Zita Meienhofer)

Der Bankenplatz Uzwil wird kleiner: Nur noch bis Ende Mai wird die Credit Suisse an der Bahnhofstrasse 76 eingemietet sein. (Bild: Zita Meienhofer)

UZWIL. Es ist kein Aprilscherz: Der Bankenplatz Uzwil wird ab dem 1. Juni aus nur noch drei statt wie bis anhin vier verschiedenen Geldinstituten bestehen: Clientis, Raiffeisen und St. Galler Kantonalbank. Nicht mehr vertreten ist dann die Credit Suisse. Diese hat gestern kommuniziert, dass sie die Geschäftsstellen von Uzwil und Wil in der Äbtestadt zusammenlegt – also die Filiale in Uzwil schliesst. Als Gründe werden «die fortschreitende Digitalisierung und ein deutlicher Rückgang der Schalter-Transaktionen» angegeben. Credit-Suisse-Sprecher Tobias Plangg ergänzt: «Immer mehr Leute nutzen das Online-Banking. Das Kundenverhalten hat sich verändert.» Darum überprüft die Bank regelmässig das Geschäftsstellennetz – mit der Schliessung in Uzwil als Konsequenz. Entlassungen gibt es laut Angaben der Bank keine. Alle sechs Angestellten werden ab Juni in Wil weiterbeschäftigt.

Aufgehoben wird aber der Bancomat der Uzwiler Credit Suisse, da er sich im Gebäude an der Bahnhofstrasse befindet. Wie es mit diesem weitergeht, kann Plangg nicht sagen, da die Bank «nur» eingemietet ist.

Eine Lücke im Zentrum

Für Uzwils Gemeindepräsident Lucas Keel kommt die Meldung der Schliessung «überraschend, da die Bank vor drei Jahren etwa eine Million Franken in den Innenausbau investiert hat». Er bedauert den Wegzug, da das Uzwiler Zentrum somit einen Dienstleister verliert. Was Keel von der Schliessung der Niederlassung hält, lässt sich auch daran ablesen, dass die Geschäftsbeziehungen der Gemeinde Uzwil künftig mit einem anderen Geldinstitut abgewickelt werden. Aus der Sicht Keels verschwindet mit der Credit Suisse jene Bank, die in der Öffentlichkeit am wenigsten wahrgenommen worden ist.

«Jede Veränderung ist aber auch eine Chance. Es handelt sich um ein Gebäude an einem guten Standort», sagt Keel, ohne konkreter zu werden. Die Neugestaltung des Uzwiler Zentrums läuft im Hintergrund auf Hochtouren.

Auf die Bankbeziehung der Kunden hat die Verlagerung nach Wil keine administrativen Auswirkungen. Die Nummern für Konti und Depots bleiben unverändert. Auch Karten und Formulare für den Zahlungsverkehr behalten ihre Gültigkeit.

Milliarden-Einsparungen

Somit gibt es in der Region Wil nur noch in der Stadt Wil eine Filiale der Credit Suisse. Auf die Frage, ob demnächst weitere Niederlassungen geschlossen werden, sagt Credit-Suisse-Sprecher Plangg: «Nein, das Geschäftsstellennetz wird aber periodisch überprüft.» Ebenfalls gestern hat die Credit Suisse kommuniziert, dass auch die Niederlassungen von Stein am Rhein und Schaffhausen in Schaffhausen zusammengelegt werden.

Für das laufende Jahr strebt die Grossbank gesamthaft Kosteneinsparungen von 1,7 Milliarden Franken an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte ein Verlust von rund 2,94 Milliarden Franken resultiert.

Lucas Keel Gemeindepräsident Uzwil (Bild: Urs Bänziger)

Lucas Keel Gemeindepräsident Uzwil (Bild: Urs Bänziger)

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