UZWIL: Trumps Haarpracht und Baumgartners Mähne

Der Weg war lang und zeitintensiv. 11895 Lektionen hatten die austretenden Lernenden der dritten Oberstufe in Klassenzimmern verbracht, ihre Aufmerksamkeit verschiedenen Lehrpersonen geschenkt. Entsprechend entspannt wurde der Schulschluss gefeiert.

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Kaum zu glauben, dass die eleganten jungen Damen und Herren die gleichen Personen sind, die vor drei Jahren in die Oberstufe gewechselt hatten. Vorgängig zur Schlussfeier im Gemeindesaal hatten sich die Schüler und Eltern zum letzten Mal im Klassenzimmer getroffen. Dort konnten sie anhand von Bildern noch einmal die Entwicklung der Teenager mitverfolgen.

Neun Jahre, 360 Wochen und 11895 Lektionen hätten sie in der Schule verbracht, hatten Lea Schenk und Luca Toma vorgerechnet. Die beiden Jugendlichen führten schlagfertig und humorvoll durch den Abend. Dass die Schüler auch Englisch sprechen können, wurde bei der Powerpoint-Präsentation «America first – OS Uzwil second» klar. Augenzwinkernd hatten Drittklässler Schlagworte des amerikanischen Präsidenten mit Uzwiler Verhältnissen verglichen: Trumps Frisur und Krawatte sind zwar auffällig, aber kein Vergleich zur Mähne und zum vierrädrigen Flitzer von Co-Schulleiterin Mary Baumgartner. Apropos Haare: Trumps Haarpracht wurde mit Stroh in Verbindung gebracht. An der Oberstufe Uzwil hingegen unterrichtet Eva Maria Straw. Später wurde das Schulleitungsteam Mary Baumgartner und Christoph Eggenberger zu einem verbalen Wettkampf auf die Bühne gebeten. Anhand von Symbolen mussten sie die einzelnen Lehrpersonen erraten: eine spassige Angelegenheit.

Die Oberstufe sei eine turbulente Zeit mit Höhen und Tiefen gewesen. Jetzt aber seien sie am Ziel angelangt, freute sich Lea und kündete das passende Lied dazu an. Zwei Mädchen erinnerten an ihren Schulkameraden Vahidin, der vor knapp zwei Jahren verstorben war. Lieder sind eine Möglichkeit, Gefühle auszudrücken. Die Songinterpretationen und Tanzvorführungen der Schülerinnen und Schüler stiessen bei den Gästen auf grossen Gefallen. Eine Klasse stellte zum grossen Vergnügen des Publikums in einem Video 16 Arten von Schülertypen vor.

Ungewöhnlich war die Abschiedsrede des Schulleitungsteams. Während Eggenberger über den Ernst des Lebens re- ferierte, unterbrach ihn Clown- in Mary immer wieder mit der Forderung nach mehr Lebenslust. Schliesslich fanden sie Konsens darin, den jungen Damen und Herren ein farbenfrohes Leben zu wünschen. Und sollte sich das Leben trotzdem einmal grau anfühlen: «Nicht vergessen, das Leben wird wieder bunt.» (kmg)