Uzwil strömt ins Buecherwäldli

Der traditionelle Basar der Werkstätten Buecherwäldli öffnete gestern seine Tore. Die künstlerischen Kreationen der Bewohner waren bei den zahlreichen Besuchern heissbegehrt. Der Basar ist auch heute Samstag noch geöffnet.

Donat Beerli
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Die Besucher hatten die Möglichkeit, mit den «Kreativ-Künstlern» in den Werkstätten in Kontakt zu treten. (Bilder: Donat Beerli)

Die Besucher hatten die Möglichkeit, mit den «Kreativ-Künstlern» in den Werkstätten in Kontakt zu treten. (Bilder: Donat Beerli)

UZWIL. Wer zu spät kommt, den straft das Leben. Das dachten sich wahrscheinlich auch einige Besucher des Basars der Behindertenwerkstätten Buecherwäldli, die gestern nachmittag etwas später eintrafen. Denn bereits eine Viertelstunde vor Eröffnung standen die eingefleischten Basar-Liebhaber vor der Glastüre Schlange und warteten geduldig, bis diese aufging.

Um punkt 14 Uhr war es so weit – und die Massen strömten friedlich hinein. Was sie zu Gesicht bekamen, war wahrlich zauberhaft. Liebevoll gestaltete Metallkreationen wie Kerzenständer, Lampen oder Schlüsselhalter, selbstgefertigte Skulpturen aus Holz, Ton oder Beton, Weihnachtsschmuck, bunt gestrickte Wollkappen, Schals oder Handschuhe, aber auch selbstgemachte Halsketten und Ohrringe brachten die Besucher zum Staunen.

Man muss schnell sein

An vielen Ständen war ein Grossteil der Kreationen schon nach weniger als einer Stunde ausverkauft. «Das ist keine Überraschung», sagt Patrizia Gnaba, die wie jedes Jahr auch gestern wieder als freiwillige Helferin die handwerklichen Erzeugnisse der Bewohner verkaufte. An ihrem Stand waren es unter anderem selbstgemachte Weihnachtskärtchen, die die Käufer den Geldbeutel zücken liessen.

Basar als Öffentlichkeitsarbeit

Auch Robin Ammann überraschte der Grossansturm nicht: «Es kommen immer so viele Leute», sagt der Gruppenleiter des «Kreawerks», der Kreativabteilung, wenn es um die künstlerische Verarbeitung von Metall geht. Ammann freute sich sichtliche über den Ansturm. Der Basar sei die einmalige Gelegenheit, mit der Öffentlichkeit in Kontakt zu treten und zu zeigen, wie im Buecherwäldli gearbeitet wird. Zu diesem Zweck waren am gestrigen Nachmittag auch die verschiedenen Werkstätten, in denen die Bewohner arbeiten, geöffnet. Die Besucher konnten somit auch einen Blick in die Arbeitswelt der Menschen werfen, deren Eigenkreationen sie nachher vom Basar mit nach Hause nahmen. Bei dem Ansturm auf die Produkte im Basar kam der alljährliche Flohmarkt fast ein wenig zu kurz, um 15 Uhr hatten sich erst wenige Secondhand-Fans dort eingefunden.

Heute nochmals Gelegenheit

Zum Rahmenprogramm gehörten natürlich auch die Werkstatt-Beiz und andere Verpflegungsmöglichkeiten, die den Besuchern Erholung nach dem Basar-Kaufstress boten.

Wer gestern noch keine Möglichkeit hatte, dem Buecherwäldli einen Besuch abzustatten, bekommt heute nochmals eine Gelegenheit dazu. Geöffnet ist der Basar von 10 bis 17 Uhr.

Begutachten, wählen, staunen: Die Angebote waren heiss begehrt.

Begutachten, wählen, staunen: Die Angebote waren heiss begehrt.

Am traditionellen Basar im Buecherwäldli war gestern, kurz nach der Eröffnung, kaum ein Durchkommen.

Am traditionellen Basar im Buecherwäldli war gestern, kurz nach der Eröffnung, kaum ein Durchkommen.