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UZWIL: Steuerkraft wächst nur langsam

Bei fast allen Sparten liegen die Steuereingänge der Gemeinde über den Erwartungen. Trotzdem sieht Gemeindepräsident Lucas Keel Verbesserungspotenzial.

Am wichtigsten für die Gemeinde sind die Einkommens- und Vermögenssteuern der Einwohnerinnen und Einwohner. 80 Prozent tragen sie zu den gesamten Steuereinnahmen bei. Und bei diesen Steuern lagen die Erträge mit rund 32,37 Millionen fast 800000 Franken über dem Budget. Auch bei allen anderen Steuereinnahmen resultierte ein Plus mit Ausnahme der Quellensteuern. Diese lagen leicht unter den Erwartungen.

Grundstückhandel als Zeichen der Prosperität

Etwa sieben Prozent der Steuereinnahmen tragen alle Firmen zusammen bei. Die Erträge lagen zwar leicht tiefer als im Vorjahr, aber mit rund drei Millionen Franken trotzdem etwas höher als erwartet. Aus dem Grundstückhandel resultierten etwa 800000 Franken mehr Steuern als erwartet. Dies ist auf eine Zunahme der gehandelten Liegenschaften zurückzuführen. Zudem wurden bei den Verkäufen deutlich höhere Gewinne realisiert. Dies sei ein Zeichen für die Prosperität und die positive Entwicklung des Standortes Uzwil, heisst es in einer Gemeindemitteilung.

Ziemlich präzise budgetiert

Dass die Steuereinnahmen der natürlichen Personen über den Erwartungen lagen, will Gemeindepräsident Lucas Keel nicht auf ein zu pessimistisches Budget zurückführen. «In der Gesamtbetrachtung der Jahre 2011 bis 2017 budgetierte der Gemeinderat ein Wachstum der einfachen Steuer von 11,5 Prozent. In der Abrechnung waren es schliesslich 11,75 Prozent. Das ist ziemlich präzise.» Natürlich sei es in einzelnen Jahren zu Abweichungen gekommen. Entscheidend für die Gemeinde sei jedoch die Langfristbetrachtung.

Trotz des positiven Steuerabschlusses 2017, der fast überall über den Erwartungen lag, sieht der Gemeindepräsident noch Verbesserungspotenzial. Denn die Steuereinnahmen spiegeln die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Bevölkerung. Ein Blick in die Region zeigt: Oberuzwil und Uzwil sind etwa gleich unterwegs. Bei gleichem Steuerfuss nimmt Zuzwil dagegen etwa 800 Franken je Einwohner und Jahr mehr ein. Multipliziert mit Uzwils Einwohnerzahl ergäbe das bei gleichem Steuerfuss jedes Jahr 10 Millionen Franken mehr Einnahmen. Zwar wächst Uzwils Steuerkraft pro Einwohner, aber langsamer als im Durchschnitt des Kantons. Das sei eine Herausforderung. Zumal das Wachstum der Steuerkraft eine wesentliche Voraussetzung dafür sei, die Steuern nach unten anzupassen. «Nur langfristige Massnahmen können die Situation verbessern. Erste Erfolge stellen sich ein», sagt Keel. (gk/red)

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