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Ein «Filetstück» im Zentrum - Uzwil steht vor grossen baulichen Veränderungen

Uzwil ist im Wandel. Dazu gehört das Gebiet zwischen Bahnhof- und Konsumstrasse. Ein Sondernutzungsplan soll dort die Überbauung regeln.
Philipp Stutz
Die Liegenschaft zur Treu, in der sich die ehemalige Papeterie Schaffner befand, soll überbaut werden. (Bild: Philipp Stutz)

Die Liegenschaft zur Treu, in der sich die ehemalige Papeterie Schaffner befand, soll überbaut werden. (Bild: Philipp Stutz)

Im Zentrum bewegt sich einiges. So ist mit der Überbauung des Benninger-Areals begonnen worden. Mit dem Wegzug der Migros wird sich zudem die Frage stellen, was mit dem heutigen Standort im Steinacker geschehen soll. Wichtig ist auch das Areal zwischen Bahnhof- und Konsumstrasse. Der Gemeinderat hat dafür einen Sondernutzungsplan erlassen.

«Dieses Gebiet hat grosses Potenzial», sagt Thomas Stricker, Verwaltungsleiter der Gemeinde Uzwil. Das Areal in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof hat eine Länge von rund 200 Metern und 60 Metern Tiefe. Und liegt an einem nach Südosten geneigten Hang mit Blick auf den Säntis.

Kanton ist beim Konzept Bahnhofstrasse in Verzug

Bei einem Workshop wurden die Grundeigentümer dieses Gebiets einbezogen. Zwischenzeitlich ist mit dem Kanton ein Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Bahnhofstrasse erarbeitet worden. «Leider liegt dieses Konzept seitens des Kantons noch nicht vor, und dies entgegen dem ursprünglichen Fahrplan», bedauert Stricker.

Der Sondernutzungsplan regelt eine besondere Bauweise und Gestaltung von Bauten und Aussenräumen. Bezweckt wird eine qualitätsvolle Innenentwicklung mit einer ortsverträglichen Dichte, wie es in der Planauflage heisst. «Die Entwicklung des Gebiets ist eine Herausforderung», betont Stricker. Bereits im Workshop mit den Grundeigentümern wurde klar, dass es schwierig ist, einen gemeinsamen Nenner in einem überbauten Gebiet zu finden. Mit dem Sondernutzungsplan glaubt der Gemeinderat, «einen angemessenen Ausgleich gefunden zu haben, mit dem Uzwil Zukunft hat». In seiner Vorprüfung bescheinige das kantonale Amt für Raumentwicklung und Geoinformation dem Planungsinstrument, dass es einen hochwertigen Beitrag zur qualitätsvollen Innenentwicklung leisten könne. Die Planungszone übers Areal gilt noch bis 21. Oktober 2019. Sie verbietet Vorhaben, die der beabsichtigten Planung widersprechen, und wird durch den Sondernutzugsplan abgelöst, der nun öffentlich aufliegt. Bereits geplant ist eine Überbauung der Liegenschaft Schaffner, aber auch an den Liegenschaften Konsumstrasse 17/19 stehen Visiere.

Parkieren in einer Sammelgarage

Die Gebäude müssen gegenüber der Bahnhofstrasse mit einem Erdgeschoss, zwei oder drei Obergeschossen und einem Mansardengeschoss in Erscheinung treten. An der Konsumstrasse sind vier Vollgeschosse zulässig.

Wenn an der Bahnhofstrasse in die Höhe gebaut wird, mehr Geschäfts- und Wohnfläche entstehen, steigt auch der Bedarf an Parkplätzen. «Der Sondernutzungsplan sichert in seinen besonderen Bestimmungen innerhalb des Areals den Anschluss an eine Sammelgarage», beantwortet Stricker eine entsprechende Frage. Es werden Voraussetzungen geschaffen, damit Parkplätze über Grundstücksgrenzen hinaus erstellt werden können. Tiefgarageneinfahrten ab der Konsumstrasse seien möglich. An der Bahnhofstrasse seien sie wegen der Topografie anspruchsvoll und unter anderem abhängig vom Betriebs- und Gestaltungskonzept. «Ortsplanung bedeutet, nicht nur Baukörper zu definieren, sondern vor allem den dazwischenliegenden Freiraum», lässt sich Gemeindepräsident Lucas Keel im Uzwiler Blatt zitieren. Aus diesem Grund schliesse der Sondernutzungsplan beispielsweise aus, dass Häuserzeilen durchgehend von der Bahnhof- zur Konsumstrasse erstellt werden können. Der Sondernutzungsplan hat einen Horizont von mehreren Jahrzehnten.

Gleich lange Spiesse für die Grundeigentümer

«Die Etappierung ergibt sich automatisch über Jahre hinweg», sagt Stricker. Der Sondernutzungsplan soll auch jenen Grundeigentümern Rechtssicherheit bieten, die nicht heute, sondern erst übermorgen Veränderungspläne haben. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat entschieden, nicht nur eine Einzelfallbeurteilung vorzunehmen, sondern mit dem Sondernutzungsplan allen Grundeigentümern gleich lange Spiesse zu geben.

Hinweis

Der Sondernutzungsplan liegt bis Dienstag, 16. Juli, öffentlich auf. Er kann im Gemeindehaus eingesehen werden.

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