UZWIL
Sie fördern Biodiversität im urbanen Raum und bauen einen 6000 Quadratmeter grossen Garten

Knochenarbeit hat das Kernteam Naturgarten des Uzwiler Natur- und Vogelschutzvereins zusammen mit weiteren Freiwilligen am Samstag geleistet. Mit dem Ziel, dass das Projekt Naturgarten bald seine volle Anziehungskraft entfalten kann.

Josef Bischof
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Ein Steinhaufen ist mehr als ein Haufen Steine, wenn sich darin Pflanzen und Tiere wohl fühlen sollen.

Ein Steinhaufen ist mehr als ein Haufen Steine, wenn sich darin Pflanzen und Tiere wohl fühlen sollen.

Bild: Josef Bischof

Der Grundgedanke des Natur- und Vogelschutzvereins Uzwil war es, die Wiese nördlich des Seniorenzentrums Uzwil vor einer Überbauung zu bewahren. Und mehr noch. Sie soll zu einem eigentlichen Naturparadies umgestaltet werden. Deshalb ist der Verein an die Gemeinde als Besitzerin des Landstücks gelangt. 2019 hat er einen Leih-Nutzvertrag über zehn Jahre abgeschlossen. Damit können 6000 Quadratmeter Land in einen naturbelassenen Garten verwandelt werden. Der Verein zeigt damit, wie Biodiversität im Siedlungsraum umgesetzt werden kann.

Für einen langfristigen Schutz

Während zehn Jahren trägt der Natur- und Vogelschutzverein Uzwil mit seinen rund 200 Mitgliedern die Verantwortung für die Gestaltung und die Pflege des Naturgartens. Eine Zeitspanne, welche nach Ansicht der Mitglieder unbedingt verlängert werden müsste. Denn die Natur verlange, in grösseren Zeiträumen zu denken und zu handeln. So würde der im vergangenen Jahr angepflanzte Obstgarten in einer Dekade noch weit von seiner «Volljährigkeit» entfernt sein. Und die Trockenmauer und ihre Bewohner müssten unter dauernden Schutz gestellt werden.

Der im Herbst angelegte Hochstamm-Obstgarten. Zwischen den Bäumen wird eine Blumenwiese eingesät.

Der im Herbst angelegte Hochstamm-Obstgarten. Zwischen den Bäumen wird eine Blumenwiese eingesät.

Bild: Josef Bischof

Auch Kinder können mitmachen

Am samstäglichen Einsatz wurde vier Projekte bearbeitet und zum Teil fertiggestellt: Asthaufen, Steinhaufen, eine Trockenmauer und eine Kräuterspirale. Unter fachkundiger Anleitung sind so Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere – auch für bedrohte und selten gewordene – geschaffen worden. Im Naturgarten sind ein Hochstamm-Obstgarten und eine Hecke entlang der Waldburgstrasse bereits angepflanzt. Am Zaun zum Friedhof steht ein grosses Wildbienenhotel. In der Wiese sind Streifen für die Einsaat einer Blumenwiese vorbereitet.

Vor einem Jahr ist das Projekt Gartenkind gestartet worden, wo Kinder Gemüse und Blumen pflanzen.