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UZWIL: «Seien Sie keine Bananen»

Nach ihren erfolgreichen Abschlussprüfungen durften am Dienstag 96 Lehrlinge industrieller Berufe ihre Diplome entgegennehmen. Nun sind individuelle Stärken gefragt, um auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen.
Die Absolventen mit den besten Schlussnoten nehmen ihre Auszeichnungen entgegen. (Bild: Gianni Amstutz)

Die Absolventen mit den besten Schlussnoten nehmen ihre Auszeichnungen entgegen. (Bild: Gianni Amstutz)

Die 96 Lehrabsolventen der industriellen Berufe des Berufs- und Weiterbildungszentrums Wil-Uzwil (BZWU) versammelten sich am Dienstagabend im Gemeindesaal in Uzwil. Ihr äusseres Erscheinungsbild hätte dabei unterschiedlicher kaum sein können. Manche erschienen äusserst chic im Anzug mit Krawatte, andere kombinierten ein Sakkooberteil mit kurzen Hosen, und ein paar wenige von ihnen hatten bei der Kleidung keine grosse Wahl. Sie kamen direkt aus der Rekrutenschule, die am Montag begonnen hat, und trugen daher ihre Militäruniformen.

Individualität soll bewahrt werden

Individualität sei für die Lehrabgänger auch im späteren Berufsleben wichtig, sagte Lukas Hugentobler, Mitglied der Geschäftsleitung der Turbal AG und selbst ehemaliger BZWU-Absolvent, in seiner Festrede. «Seien Sie keine Bananen», sagte er. Denn bei diesen seien die Mutter- und Tochterpflanze genetisch absolut identisch. «Aber kein Betrieb braucht Mitarbeiter, die alle gleich sind.» Eine Firma könne Teamplayer ebenso gebrauchen wie den einen oder anderen Eigenbrötler, sowohl strukturiert schaffende als auch spontane Persönlichkeiten, präzise Mitarbeiter und Leute fürs Grobe. Wichtig sei es, seine Stärken hervorzuheben und keinem Idealbild nachzueifern. Nur so sei Erfolg möglich. «Klar braucht es auch etwas Glück, aber mit Ihrer Ausbildung haben Sie die besten Voraussetzungen», sagte er.

«Sie haben die Ziellinie nun erreicht», wandte sich auch Marco Frauchiger, Rektor am BZWU, an die Lehrabgänger. «Für mich sind Sie wie Leistungssportler.» Auch diese brauchten Ausdauer, Disziplin und Präzision. «Dass Sie all diese Fähigkeiten mitbringen, haben Sie mit ihrem erfolgreichen Lehrabschluss bewiesen», betonte Frauchiger.

Da sich die Wirtschaft und Gesellschaft heutzutage rasant verändern würden, sei es jedoch vor allem auch wichtig, sich auf ein gutes Team verlassen zu können. Deshalb gelte ein besonderer Dank den Eltern, Freunden und Ausbildern in den Betrieben, die zum erfolgreichen Lehrabschluss einen wesentlichen Teil beigetragen hätten. Als kleine Geste der Anerkennung und des Danks für diese Unterstützung erhielten alle Absolventinnen und Absolventen eine Rose, welche sie jemandem, der sie während der Lehrzeit unterstützt hatte, weiterschenken durften.

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

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