UZWIL: Musikfreunde kamen voll auf ihre Kosten

Unter dem Motto «Scho parad» lud der Musikverein Uzwil-Henau am Samstagabend in den Gemeindesaal Uzwil zum Unterhaltungsabend. Der Anlass verkam zu einem vergnüglichen Konzertabend, der einen bunten Strauss an Melodien beinhaltete.

Christof Lampart
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Mit «Sparks of Fire» startete der Musikverein unter der Direktion von Fabian Wirth vor rund 400 Konzertbesuchern schwungvoll und lebhaft. Das Programm bot für jeden Musikfan etwas. Zudem waren mit Tanja Fässler und Lukas Triebelhorn gut aufgelegte Moderatoren am Werk, die einen unterhaltsamen Ton anzuschlagen vermochten.

Das Programm war ein bunter Strauss an internationalen Melodien. Ein Honkytonk mit Gassenhauerqualitäten fand darin ebenso Platz wie das sinfonische Werk «Perseus», das vom Kampf des gleichnamigen griechischen Helden gegen das Meeresungeheuer Kretos erzählt. «Perseus» ist auch das Wettbewerbsstück, das der Musikverein Uzwil-Henau für den diesjährigen Kreismusiktag einstudiert hat, der am 16. Juni in Uzwil stattfindet und von der Jugendmusik Uzwil organisiert wird.

Einen wuchtigen Schlusspunkt gesetzt

Ganz anderer Natur war die Rockballade «I’d Do Anything For Love», in welcher einst der US-Sänger Meat Loaf seine ambivalenten Gefühle zu einer Frau besang. Jetzt, da das Werk nur instrumental erklang (Solistin am Alto-Sax war Susanne Mörgeli), wirkte das Stück weniger romantisch als orchestral bombastisch und setzte einen wuchtig-wirkungsvollen Schlusspunkt hinter den ersten Programmteil.

Traditionelle Blasmusik gab es gleich nach der Pause, als die Polka «Wir Musikanten» erklang. Etliche Zuschauer klatschten begeistert mit. Dass es stimmungsmässig noch besser geht, bewiesen die Musikanten beim «Dixieland Jamboree», in dem diverse Jazz-Klassiker intoniert wurden. Als am Ende «Oh When The Saints Go Marchin’ In» erklang, hatte der Jubelsturm seinen Höhepunkt erreicht, so dass ein Teil wiederholt wurde.

Als Solisten taten sich besonders Martin Kraft (Trompete), Michael Fässler (Posaune), Oliver Büchi (Tuba), Cédric Stalder (Schlagzeug), Roman Püntener (Klarinette) und Dominik Böhi (Alto-Sax) hervor. Mit dem Céline-Dion-Hit «The Power Of The Dream» und einem der Neuen Deutschen Welle gewidmeten Kult-Medley bog der Konzertabend auf seine Zielgerade ein. Mit dem «Marsch der Medici» und zwei weiteren Zugaben – je einer Polka und einem Marsch – klang der Abend aus.

Für 110 Jahre im Schweizer Blasmusikverband geehrt

Festliche Konzertabende sind auch eine gute Gelegenheit, um verdienten Musikern fürs jahrelange Mitwirken zu danken. Am Samstagabend gab es dreimal dazu Gelegenheit, wurden doch Roland Fraefel (Kantonaler Jubilar 2017; 50 Jahre SBV), Roland Vetsch (Eidgenössischer Veteran 2017; 35 Jahre SBV) und Oliver Büchi (Kantonaler Veteran 2017; 25 Jahre SBV) für ihre Verdienste um die Blasmusik geehrt.

Christof Lampart

redaktion

@wilerzeitung.ch