UZWIL: Mehr Pflegeplätze in «Sonnmatt»

Das Seniorenzentrum Sonnmatt soll erweitert werden. Grund dafür bildet die demografische Entwicklung. Das Angebot wird um 78 Einerzimmer erweitert. Die Investition beträgt rund 35 Millionen Franken.

Philipp Stutz
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Heimleiter Kurt Marti vor dem ältesten bestehenden Gebäude, dem ehemaligen Personalhaus. Es soll abgebrochen werden. (Bilder: Philipp Stutz)

Heimleiter Kurt Marti vor dem ältesten bestehenden Gebäude, dem ehemaligen Personalhaus. Es soll abgebrochen werden. (Bilder: Philipp Stutz)

Philipp Stutz

philipp.stutz@wilerzeitung.ch

Das Seniorenzentrum Uzwil gehört zu den grössten öffentlichen Pflegeheimen im Kanton St. Gallen. Die Einwohnerzahl in den Trägergemeinden Uzwil, Oberuzwil und Oberbüren steigt kontinuierlich und liegt aktuell bei rund 23 000 Personen. Schätzungen gehen davon aus, dass sich dies fortsetzt und der Anteil älterer Leute sich noch deutlich erhöhen wird. Diese demografische Entwicklung wird sich auch auf die Zahl der nötigen Pflegeheimplätze auswirken.

Mehrbettzimmer «ausdünnen»

Die Gemeinderäte aus Uzwil, Oberuzwil und Oberbüren haben gemeinsam beschlossen, rechtzeitig die nötigen Abklärungen zu treffen. Gestützt auf die bisherigen Erfahrungen und die aktuellen Erkenntnisse sollen 78 Bewohnerzimmer das bisherige Angebot ergänzen. «Es werden ausschliesslich Einerzimmer erstellt», sagt Heimleiter Kurt Marti. Gleichzeitig sei geplant, bestehende Mehrbettzimmer «auszudünnen». Das soll Platz schaffen und den Komfort für die Bewohnenden erhöhen. Die Viererzimmer, beim Bau der «Sonnmatt» noch eine Vorgabe des Kantons, sollen beispielsweise Ehepaaren angeboten werden.

Altbau und Scheune werden abgebrochen

Der Neubau kommt laut Marti südwestlich des Hauptgebäudes zu stehen. Der älteste bestehende Gebäudeteil, das ehemalige Personalhaus mit neun kleineren Einzelzimmern, wird abgebrochen und macht Platz für die geplante Erweiterung. Auch Zwischentrakt und Scheune haben dem Neubau zu weichen.

Ein Vorprojekt für die Erweiterung ist ausgearbeitet. Es rechnet mit Kosten von rund 35 Millionen Franken. Etwa 2,7 Millionen Franken sind für Anpassungen an den bestehenden Bauten erforderlich. Dabei handelt es sich laut Marti unter anderem um die Verschiebung der Wäscherei an einen neuen Standort und eine Summe weiterer Vorhaben, wie etwa die Anpassung der Kanalisation. Auch der sogenannten «Erdbebenertüchtigung», einer Vorgabe des Kantons, müsse Rechnung getragen werden. «Öffentliche Gebäude sollten Erdbebensicherheit ausweisen können», betont Kurt Marti, der seit 30 Jahren in Dien-sten der «Sonnmatt» steht.

Finanziert wird der Ausbauschritt vom Zweckverband selbst. Die Taxordnung werde im bisherigen Rahmen bleiben. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass mit dem geplanten Neubau die Bedürfnisse der nächsten Generation abgedeckt werden können. Die Investitionskosten seien zwar hoch, böten aber Gewähr für ein ausgewogenes Platzangebot im Seniorenzentrum Uzwil.

Zweckverband will Land erwerben

Im Zusammenhang mit der Erweiterung soll auch Land von der Gemeinde an den Zweckverband übergehen. Im Frühjahr 2018 wird das Bauprojekt mit einer Kostengenauigkeit von plus/minus 10 Prozent den Stimmberechtigten aus Uzwil, Oberuzwil und Oberbüren vorgelegt. Bei einem positiven Entscheid wird anschliessend das Baugesuch eingereicht. Erste Bauarbeiten sind ab Frühjahr 2019, der Bezug ist im Jahr 2022 vorgesehen.