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UZWIL: Lebensraum in die Natur ausgedehnt

Die grüne Wiese hinter dem Wohnheim Buecherwäldli ist verschwunden. An ihrer statt laden eine halbmondförmige Holzpergola, Trockenmauern, Bänke und eine Feuerschale zum Verweilen. Gestern war Einweihung.
Erstmals bevölkert: der neue Begegnungs- und Aufenthaltsplatz des Wohnheims Buecherwäldli an der ges­trigen Einweihung. (Bild: Andrea Häusler)

Erstmals bevölkert: der neue Begegnungs- und Aufenthaltsplatz des Wohnheims Buecherwäldli an der ges­trigen Einweihung. (Bild: Andrea Häusler)

«Die Menschen werden älter», stellte Paul Schwizer, Präsident der Heilpädagogischen Vereinigung Gossau-Untertoggenburg- Wil gestern Abend auf dem neuen, mit Pflastersteinen befestigten Begegnungsplatz fest. Dieser Entwicklung sei in der Betreuung konzeptionell Rechnung zu tragen.

In einem ersten Schritt habe man, in der jüngsten Vergangenheit, das Wohnheim umgebaut. Die moderne Gestaltung des ­südlichen Ausgangs ins Freie und den Bau des Begegnungsplatzes bezeichnete Schwizer als Fortsetzung der Gesamtstrategie. «Menschen brauchen auch dann einen qualitativ guten Alltag, wenn sie altershalber aus dem Arbeits­prozess in den Werkstätten ausgeschieden sind», betonte er.

Ein Stall mit Schafen und Hühnern

Treibende Kraft bei der Umsetzung des neuen Gartenkonzepts war Michaela Baunach, Assistentin Wohnheimleitung. Sie war es auch, welche die geladenen Bewohnerinnen und Bewohner an der Eröffnungsfeier dazu einlud, die Anlage mitzugestalten. Und zwar umgehend: Auf den Tischen standen reihenweise Töpfe mit Blumen und Kräutern bereit. Rankpflanzen wie Clematis sollen später die Holzkonstruktion der Pergola umschlingen. «Der Garten darf wachsen, leben, bunt werden», sagte sie.

Für Leben werden im kommenden Frühjahr auch kleine Schafe und grosse Hühner sorgen. Voraussichtlich noch in diesem Herbst wird unterhalb des leicht erhöht gelegenen Sitzplatzes ein Stall gebaut.

Kein blosser Streichelzoo

Die Tiere sollen jedoch nicht einfach als Streichelzoo herhalten und für Jöh-Effekte sorgen. Deren Betreuung – die regelmässige Fütterung, das Ausmisten der Aufenthaltsbereiche – wird pensionierten Bewohnerinnen und Bewohnern einen strukturierten Tagesablauf ermöglichen, sagte Michaela Baunach. Gerade bei Menschen mit Wahrnehmungsstörungen seien Strukturen von entscheidender Wichtigkeit. Die Verantwortung für die Tiere wird Geert-Jan Sebens obliegen. Der Teamleiter der Wohngruppe drei ist Landwirt und hat auch das Stallprojekt initiiert.

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

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