Uzwil
Kulturbär: Was 2020 nicht war, soll 2021 nachgeholt werden

Davon, dass die Kultur in Uzwil derzeit Gas gibt, kann aktuell nicht die Rede sein. Doch unterkriegen lassen will sich der «Kulturbär» mitnichten. Was 2020 wegen Corona ausfiel, soll im Jahr 2021 nachgeholt werden.

Christof Lampart
Merken
Drucken
Teilen
Christoph Baer ist Organisator der Uzwiler Kulturreihe Kulturbär.

Christoph Baer ist Organisator der Uzwiler Kulturreihe Kulturbär.

Bild: PD

Der Projektverantwortliche und Namensgeber des Uzwiler «Kulturbär» – wie die ehemalige Kulturreihe «Gas gibt Kultur» seit Anfang 2020 heisst – Christoph Baer, hatte sich das zweite Halbjahr 2020 ganz anders vorgestellt: «Talentschuppen, Band-Contest und Poetry Slam – wir mussten alle drei Events, die wir fest eingeplant hatten, wegen des Coronavirus absagen», so Baer. Ausser viel Organisationsarbeit und Spesen war also nichts gewesen. Doch geht es nach Christoph Baer, so sollen die drei Veranstaltungen noch stattfinden: «Wir werden im Februar zusammensitzen und anhand der dann herrschenden Pandemiegrosslage entscheiden, ob wir im ersten Halbjahr etwas durchführen können oder nicht. Sollte dies der Fall sein, dann würden wir die drei Anlässe noch vor den Sommerferien nachholen», so Christoph Baer.

Ohne Planungssicherheit keine Planung

Aktuell sei es aber so, dass man als Kulturorganisator «null Planungssicherheit» habe und deshalb auch gar nichts plane. Über das, war er in einer pandemielosen Zeit fürs Jahr 2021 programmmässig vorgesehen hätte, will sich der «Kulturbär» nichts entlocken lassen: «Ich werde mich hüten, irgendwelche Erwartungshaltungen zu schüren. Denn wenn ich diese nicht einhalten kann, dann fällt das Ganze negativ auf mich zurück», blockt der Kulturschaffende aus Leidenschaft ab.

Sollten die bis dann zugelassenen Impfstoffe und die wärmeren Jahreszeiten jedoch dazu beitragen, dass man die «neue Normalität» schon alsbald wieder als Ereignis für die Geschichtsbücher betrachten kann, so ist der «Kulturbär» zuversichtlich, dass man an der bewährten Formel «3+3» – also je drei kulturelle Veranstaltungen vor und nach den Sommerferien –, festhalten kann.

«Ausbau» vorerst ad acta gelegt

Zwar war eine Zeitlang auch die Rede davon, dass man die Kulturreihe auf acht bis neun Abende im Jahr ausdehnen könnte, doch sieht Christoph Baer dies momentan als «ziemlich unrealistisch» an, denn «wir müssen aktuell nicht über Ausbaupläne reden, sondern dass Ganze erst wieder einmal zum Laufen bringen. Und das ist schon genug Arbeit».

Dabei ist das gar nicht in erster Linie eine Frage der Finanzen, denn das Kulturmäzenatentum hat sich beim «Kulturbär» eingespielt und das Publikum strömt auch zu den Anlässen. Vielmehr ist es die Ungewissheit wegen des Coronavirus, die vieles in der unsicheren Schwebe hält. Dennoch verspricht Christoph Baer den Kulturbegeisterten in und um Uzwil, heute schon eines:

«Wenn die Planungssicherheit wieder besteht, dann werden wir mit dem gleichen Elan wie zuvor dahinter gehen und der Bevölkerung ein abwechslungsreiches und spannendes Kulturprogramm bieten.»