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UZWIL: Jetzt schlägt das «Löwenherz»

Seit Ende des vergangenen Jahres hat sich das neue Gemeindehaus am Stickereiplatz in Uzwil allmählich mit Leben gefüllt. Am Donnerstagabend wurde der Neubau in einer Einweihung offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Zita Meienhofer
Das Gemeindehaus am Stickereiplatz ist eine Visitenkarte Uzwils. (Bild: Zita Meienhofer)

Das Gemeindehaus am Stickereiplatz ist eine Visitenkarte Uzwils. (Bild: Zita Meienhofer)

Zita Meienhofer

zita.meienhofer@wilerzeitung.ch

Die Baugeschichte des markanten, schörkellosen Hauses, auf dem in einer ebenso schnörkellosen, allerdings weniger markanten Schrift in Grossbuchstaben «Gemeindehaus Uzwil »steht, ist abgeschlossen. Die Räume sind seit vier Monaten bezogen und die offizielle Einweihungsfeier hat nun auch stattgefunden. Das «Löwenherz», so der Projektname, hat zu schlagen begonnen.

Raum für Uzwiler Persönlichkeiten

Der Name des Projekts des neuen Uzwiler Gemeindehauses ist wohl der einzige aller Protagonisten im Gebäude, der nicht aus Uzwil stammt. «Löwenherz» eine Kurzform von Astrids Lindgrens Geschichte «Gebrüder Löwenherz», in der zwei Brüder gemeinsame Abenteuer erleben, gab dem Projekt den Namen, weil die zwei in sich verwobenen Volumen an diese Brüder erinnern. In einigen Räumen wurde lebenden und verstorbenen Uzwiler Persönlichkeiten Platz geschaffen: Fotograf Stefan Forster, Schauspielerin Heidi Maria Glössner, Kunstmaler Leo Rimensberger, Fotograf und Musiker Jack Tanner, Malerin Pia Roshardt-Meinherz, die erste Bundesrichterin Margrith Bigler-Eggenberger, Kunstmaler Ferdinand Gehr und die Industriellen Bühler, Benninger und Naef.

Ein Bau für eine Verwaltung der Zukunft

Die Realisation dieses neuen Gemeindehauses ist eine Geschichte, die sich über Jahrzehnte erstreckte. Keiner kennt sie besser als Verwaltungsleiter Thomas Stricker. An der Eröffnungsfeier blickte er deshalb auch nochmals zurück. 1991 hat er die Stelle als Ratschreiber angetreten, bereits ein Jahr später lag ein Dossier zu einem allfälligen Neubau auf seinem Tisch. Doch alle Vorhaben und Planungen während fast 20 Jahren konnten nicht entsprechend realisiert werden oder wurden vom Volk bachab geschickt. «Heute bin ich froh darüber», sagte Thomas Stricker. Er, Gemeindepräsident Lucas Keel und Manfred Hollenstein, ehemaliger Leiter Hochbau, waren von Verwaltungsseite dafür verantwortlich, dass der Bau für eine Verwaltung erstellt wird, die sich verändern wird, für eine Verwaltung der Zukunft. Dieses neue Konzept habe ihm zwar hin und wieder schlaflose Nächte bereitet, gestand Stricker, doch heute wisse er, dass in die richtige Richtung geplant wurde. Die betrieblichen Aspekte der Bauherrschaft hatten die Architekten Beat Loosli und Michael Fries vom Büro Raumfindung in Rapperswil gemäss Stricker feinfühlig und präzise aufgenommen. Ebenso die Aufgabe, ein Gemeindehaus zu bauen, das in Uzwil steht und nicht irgendwo, so Stricker. «In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne», sagte Stricker zu Beginn, ein Zauber, der den ganzen Abend umhüllte.

Architekt Beat Loosli blickte auf die Anfänge der Projektzeit zurück, auf die Idee, ein Haus zu planen, dass Gemeindehaus und Begegnungsort sein soll. «Es sollte ein Haus für ein Jahrhundert werden», so Loosli. Er ging auch darauf ein, dass sich Bauherrschaft und Architekten sehr intensiv mit diesem Neubau befasst hätten und nun keine Wand mehr dort stehe, wo sie einst geplant worden sei.

Gemeindepräsident Lucas Keel erinnerte an die politischen Begebenheiten, daran, dass niemand ein Gemeindehaus brauche, die Vorlage aber trotzdem mit einer Zweidrittelmehrheit passierte. Er zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Handwerker. Und ging auf seine einst gestellten Forderungen ein, dass im Haus Besonderheiten zu finden sein müssen, die wohl erst auf den zweiten Blick entdeckt werden und, dass ein Haus gebaut werde, das in sieben Jahren besser aussehe als zu Beginn.

Hinweis

Heute Samstag, 5. Mai, wird zum Tag der offenen Türen in das neue Gemeindehaus in Uzwil geladen. Von 10.15 Uhr bis 16 Uhr kann die Öffentlichkeit den Neubau am Stickereiplatz 1 besichtigen.

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