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UZWIL: Freiwillig Blut abzapfen lassen

Mit rund 100 Personen war der Andrang an der Blutspendeaktion in Uzwil gross. Nach wie vor wird das Blut in den Spitälern dringend gebraucht. Doch längst nicht jeder darf spenden.
Angelina Donati
Fast wie im Spital: Im Uzwiler Gemeindesaal liegen Blutspender auf den Schragen. Nach der Blutentnahme gibt es zur Stärkung ein Brötchen. (Bilder: Angelina Donati)

Fast wie im Spital: Im Uzwiler Gemeindesaal liegen Blutspender auf den Schragen. Nach der Blutentnahme gibt es zur Stärkung ein Brötchen. (Bilder: Angelina Donati)

Angelina Donati

angelina.donati@wilerzeitung.ch

Kaum werden die Türen des Gemeindesaals geöffnet, strömen die ersten Freiwilligen herein. «Beim Bühler ist jetzt Feierabend», begründet Christine Perret, Präsidentin des Samaritervereins Uzwil und Umgebung. Durchgeführt wird der Anlass zusammen mit dem Blutspendedienst Nordostschweiz St. Gallen. Schon bald bilden sich Warteschlangen an den Posten. Denn wer spenden möchte, muss erst den Blutdruck messen lassen und den ausgefüllten Fragebogen mit einer Fachperson besprechen.

Längst nicht alle sind aber zugelassen. So kommt es etwa auf das momentane Wohlbefinden an und welches Land man zuletzt bereist hat. Auch Körpergewicht und Alter sind entscheidend. So bleibt die Teilnahme den unter 18 Jährigen und den über 65 Jährigen verwehrt. Letztere nur auf Erlaubnis des Arztes. «Es kann vorkommen, dass Erstspender richtig geknickt sind, wenn sie nicht spenden dürfen», sagt Petra Reiter von der Stiftung Blutspende SRK Ostschweiz. Zusammen mit Kollege Ralf Prescher schaut sie an diesem Mittwochabend dem hiesigen Samariterverein über die Schultern. «Uns liegt viel daran, die Freiwilligen für weitere Versuche zu motivieren», sagt Reiter. In den Köpfen der älteren Generation sei das Spenden von klein auf verankert. «Viele nehmen auch ihre Kinder mit und lassen sie zuschauen», sagt Christine Perret. Oft können diese Kinder es kaum abwarten, bis auch sie genug alt sind, spenden zu dürfen. «Stimmt, auch ich habe meine Mutter stets begleitet», erzählt Ralf Prescher. Dennoch muss sich die Blutspende-Stiftung aktiv um genügend Nachwuchs bemühen. Unter dem Titel «chill bei uns» werden gezielt auch die Jungbürger beworben. «Wir wollen aufzeigen, dass Blutspenden nicht altbacken ist», sagt Petra Reiter.

Die Tatsache, dass durch das Blutspenden Leben gerettet werden können, überzeugt Jung bis Alt. «Erkrankte oder verunfallte Personen sind stark darauf angewiesen», sagt Ralf Prescher. In der Weihnachtszeit oder auch in den Sommermonaten, nach Aufenthalten in Risikogebieten, sei das Spendenaufkommen geringer und in den Spitälern könne es gar zu Engpässen kommen. Die Blutspendeaktionen in den Gemeinden haben laut den Verantwortlichen dabei eine grosse Bedeutung. «Es gibt Gemeinden, in denen dieser Termin einen hohen sozialen Stellenwert hat», sagt Christine Perret. Bei dieser Spendenaktion in Uzwil haben sich wiederum rund 100 Personen beteiligt. Auf die Begegnungen beim Schlangestehen und beim Zusammensitzen nach der Blutentnahme freuen sich viele. Dass der Kreislauf nicht schlapp mache, sei es äusserst wichtig, vorher und nachher viel Wasser zu trinken. Und auch das Verspeisen der vom Samariterverein belegten Brötchen im Anschluss sind sozusagen obligatorisch. Schliesslich wird den Freiwilligen viel Blut abgenommen: Rund 450 Milliliter. Was allerdings im Vergleich zu früher fast wenig, und dennoch ausreichend, ist. Damals lag der Richtwert bei der doppelten Menge.

Blutspenden mit doppeltem Nutzen

Mit Blutspenden kann laut den Organisatoren nicht nur Anderen geholfen werden, sondern auch das eigene Wohlbefinden gesteigert werden. Es kann sein, dass der Druck im Kopf abnimmt. Auch ist der Körper gezwungen, neues Blut zu bilden. Weil dieser nicht selber alte Blutkörperchen abbauen muss, kann es sogar entlastend wirken. «Das aber ist individuell. Jeder muss für sich selber herausfinden, was ihm guttut», sagt Christine Perret.

Hinweis

Am Mittwoch, 7. Februar, 18 bis 20 Uhr, findet eine Blutspendeaktion im Lindensaal in Flawil statt.

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