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UZWIL: «Es ist schon ein Paradies»

Drei Wochen nach dem Umzug des Uzwiler «Chinderhus Rägeboge» ins neue, renovierte Haus Blumenfeld gewöhnen sich Kinder und Betreuerinnen nun an die neuen Räumlichkeiten.
Bettina Bellmont
Kinder spielen und lernen in altersdurchmischten Gruppen. (Bilder: Bettina Bellmont)

Kinder spielen und lernen in altersdurchmischten Gruppen. (Bilder: Bettina Bellmont)

UZWIL. Jetzt in den Herbstferien ist es etwas ruhiger im «Chinderhus Rägeboge». Gut ein Dutzend Kinder frühstücken gerade im Speisesaal. Während die grösseren ihre Brote selbst streichen und sich am Buffet bedienen, brauchen die kleineren noch etwas Hilfe. «Anfangs hatten wir Bedenken, ob es mit so vielen Kindern in einem Raum nicht zu laut werden würde», erzählt Krippenleiterin Judith Suter, die das «Chinderhus Rägeboge» seit 20 Jahren führt. Die gemeinsamen Mahlzeiten hätten sich seit dem Einzug aber bereits bewährt und ermöglichten eine andere Tagesstruktur für die Kinder und Betreuerinnen. Am alten Standort war diese gruppenfokussierter. So wechseln sich Aktivitäten in den Gruppen mit gemeinsamen Tagespunkten ab.

Viele Möglichkeiten offen

Begeistert führt Judith Suter durch die renovierten Räume des Hauses aus den 60ern, das sich zuvor in Privatbesitz befunden hatte und dank der Uze AG für das Chinderhus entsprechend umgebaut wurde. Gruppenräume, ein Speisesaal mit Küche, ein grosser Spielraum im Dachgeschoss, Werkraum, Gymnastikraum und Zimmer für den Mittagsschlaf, ja selbst die WC-Anlagen sind an die Bedürfnisse der Kleinsten angepasst worden. Die Krippenleiterin räumt ein: «Was noch fehlt, sind die Farbtupfer an den Wänden.» Man habe aber zuerst einziehen und die Räume im Alltag testen wollen, ehe diese durch das Projektteam noch ergänzt werden, begründet die Krippenleiterin.

Noch im Entstehen ist der grosse Garten, auf dessen 2500 Quadratmetern neben den Garten- und Gewächshäuschen und dem Sandkasten im nächsten Jahr auch ein Wasserbereich mit Pumpe und Kletterelementen entstehen soll. Judith Suter betont: «Wichtig ist mir auch, dass die Natürlichkeit belassen wird und Platz zum Entdecken und Herumtollen bleibt.» So denkt sie zum Beispiel an Nistkästen in den Bäumen, eine Futterstelle für die Eichhörnchen und eine Station für den Igel. Ein solcher ist auf dem Areal nämlich bereits heimisch. Das neue Haus Blumenfeld lasse noch viele Möglichkeiten offen. «Es ist schon ein Paradies.» Bereits jetzt rege benutzt wird die rote Rutsche von der Terrasse im ersten Stock in den Garten.

Das «Chinderhus Rägeboge» wurde 1995 von Daniela Eilinger ins Leben gerufen und ein Jahr später mit Judith Suter ergänzt. Mit der Gründung eines Vereins 2003 konnte die Unterstützung der Gemeinden Uzwil und Oberuzwil gewonnen werden. Finanziell wird die Krippe von den Beiträgen der Gemeinden, der Firma Bühler AG und den Eltern getragen.

Wertschätzung der geleisteten Arbeit

30 Tagesplätze für Kinder ab vier Monaten bis zum Kindergartenalter sind bewilligt. 74 Kinder sind derzeit angemeldet – einige für jeweils einen Tag, andere für die ganze Woche. Begleitet werden sie von 11 Betreuerinnen. Ältere Kinder wechseln ins Kindergarten- und Schülerhaus, das seit dem Umzug gleich nebenan liegt. Mit dem alten Heim im Haus Sonnenberg, in dem das «Chinderhus Regäboge» seit 1996 bis zu diesem Sommer einquartiert war, könne man das neue Gebäude gar nicht vergleichen, sagt Judith Suter. «Es war anders, älter zwar, aber auch gemütlich.» Die Kinder wie auch die Betreuerinnen müssten sich derzeit erst an die neuen Räume und die Umstellung der Tagesstrukturen gewöhnen. Der Grundtenor sei aber sehr positiv. Auch dass der «Rägeboge» die Chance erhielt, eine so schöne Liegenschaft und Gartenanlage zu mieten, sieht Judith Suter als grosse Wertschätzung der geleisteten Arbeit.

Die Holzspielburg findet auch in den neuen Räumen Platz.

Die Holzspielburg findet auch in den neuen Räumen Platz.

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