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UZWIL: Das Granulat ist sauber

In Holland wurden Kunstrasenplätze gesperrt, weil sie angeblich gesundheitsschädigend sind. In der Sportanlage Rüti sei dies unbedenklich, sagt der Uzwiler Verwaltungsleiter Thomas Stricker.
Urs Bänziger
Diesen Sommer wurde der neue Kunstrasenteppich in der Sportanlage Rüti gelegt. Wie der sanierte Platz ist auch der neue aus hochwertigem, nicht rezykliertem Granulat. (Bild: PD)

Diesen Sommer wurde der neue Kunstrasenteppich in der Sportanlage Rüti gelegt. Wie der sanierte Platz ist auch der neue aus hochwertigem, nicht rezykliertem Granulat. (Bild: PD)

Medienberichten zufolge sind in Holland 90 Prozent der 3000 Kunstrasenplätze im Land mit einem Gummigranulat ausgestattet, welches angeblich erhebliche Gesundheitsprobleme verursachen kann. Dieses Granulat wird aus alten Autopneus hergestellt, die Weichmacher-Öle enthalten. Diese Öle weisen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe auf, von denen einige krebserregend sein sollen. In Holland sind deswegen Fussballspiele auf Kunstrasen abgesagt worden. Das wirft natürlich die Frage auf: Wie steht es mit den Kunstrasenplätzen in der Region? In der Sportanlage Rüti in Henau gibt es zwei Kunstrasenplätze; der neue wurde diesen Sommer erstellt und der bestehende erst vor kurzem saniert.

Fussball und auch andere Sportarten auf den beiden Kunstrasenplätzen der Gemeinde Uzwil seien unbedenklich, gibt Verwaltungsleiter Thomas Stricker Entwarnung. «Unsere Kunstrasen enthalten keine rezyklierten Anteile.» Das sei schon beim ersten, im Jahr 2005 erstellten Platz der Fall gewesen.

Plätze liegen im Gewässerschutzgebiet

Die Sportanlage Rüti befindet sich im Gewässerschutzgebiet. «Zum Schutz des Grundwassers gelten deshalb erhöhte Anforderungen», sagt Stricker. Klare Auflagen gebe es auch an die Qualität des eingebauten Granulats in den Kunstrasen. Rezykliertes Granulat könne diese Anforderungen nicht erfüllen. Deshalb sei schon 2005, beim Bau des ersten Kunstrasenplatzes, auf sogenanntes EPDM-Granulat gesetzt worden. Auch bei dessen Sanierung im vergangenen Jahr sowie beim neuen Kunstrasenplatz sei dieses hochwertige Granulat verwendet worden. Das EPDM (Ethylen-Propylen-Dien)-Granulat wird aus synthetischem Kautschuk hergestellt. «Es ist sauber beziehungsweise enthält keine rezyklierten Anteile», sagt Stricker. Dieses Granulat werde frisch für Kunstrasen hergestellt und seine Rezeptur könne nachvollzogen und kontrolliert werden. Deshalb sei es auch deutlich teurer als rezykliertes Material.

Zu den Auflagen der beiden Kunstrasenplätze in der Rüti im Rahmen des Gewässerschutzes gehört zudem, dass das Sickerwasser zuerst kontrolliert werden muss, bevor es als Meteorwasser abgeleitet werden darf. Beim sanierten Platz habe diese Kontrolle keinerlei Beanstandungen ergeben, beim neuen Platz stehe die Kontrolle noch bevor, sagt Stricker.

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