UZWIL
Augarten-Interpellation wird später beantwortet

Der Kantonsrat sieht Handlungsbedarf bei der Augarten-Kreuzung, findet aber, dass es mehr Zeit braucht, um eine Lösung zu erarbeiten. Er lehnt es deshalb ab, eine Interpellation zu diesem Thema sofort beantworten zu lassen.

Martin Knoepfel
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Über die Augarten-Kreuzung fahren an einem Werktag rund 24'000 Autos, Motorräder, Busse und Lastwagen.

Über die Augarten-Kreuzung fahren an einem Werktag rund 24'000 Autos, Motorräder, Busse und Lastwagen.

Bild: Sarah Bösiger-Büchel/PD

An der Augarten-Kreuzung in Uzwil soll der Kanton testweise einen Kreisel bauen. Damit könnte man schauen, wie sich das auf die benachbarten Kreuzungen auswirkt. Das regte Kantonsrat Damian Gahlinger (SVP, Niederhelfenschwil) in einer dringlichen Interpellation an, die er am Montag eingereicht hatte. Auch die Aldi- und die Ochsenkreuzung sollen Kreisel erhalten.

Nun möchte Gahlinger wissen, ob die Regierung diesen Test befürwortet und wann der richtige Zeitpunkt dafür sei. Am Dienstagmorgen ging es nur um die Dringlichkeit. Das Thema sei für den Raum Uzwil/Oberbüren wichtig. Mit einem Testlauf könne man rasch fundierte Antworten auf die Frage erhalten, wie sich der Verkehr verschieben werde, sagte Gahlinger.

Gegen die Dringlichkeit sprach sich Peter Boppart (CVP, Andwil) aus. Gahlinger habe nicht auf die Vorlage zur Augarten-Kreuzung eintreten wollen und wolle jetzt Verpasstes nachholen. Es gelte, den demokratischen Entscheid aus der April-Session akzeptieren.

«Gemeinde arbeitet mit Tiefbauamt an Lösung»

Sekundiert wurde Boppart von Thomas Toldo (FDP, Sevelen). Ein Kreisel benötige ein gründliches Studium des Projekts, denn das Tiefbauamt habe gewisse Richtlinien. Der Interpellant habe gewusst, dass das einige Zeit benötigen werde, ist Toldo überzeugt.

Gegen die Dringlichkeit argumentierte auch Bruno Cozzio (CVP, Henau). Er spreche mit der Stimme des Gemeinderats und der Bevölkerung von Uzwil, sagte er. Die Gemeinde sei daran, mit dem Tiefbauamt eine gute Lösung auszuarbeiten. Wenn diese vorliege, solle man sie realisieren, forderte Cozzio.

Auch Bettina Surber (SP, St.Gallen) lehnte die Dringlichkeit ab. Man müsse zudem abklären, wie sich die verschiedenen Lösungen auf das Naturschutzgebiet auswirkten forderte sie.

Der Kantonsrat lehnte es schliesslich mit 21 Ja- zu 86-Nein-Stimmen bei vier Enthaltungen ab, den Vorstoss dringlich zu behandeln. Das heisst, dass auch die SVP-Fraktion nicht einstimmig für die Dringlichkeit war.