Uzwil
Mit der grössten Solaranlage der Gemeinde auf dem Dach: In der Uzehalle können die Vereine bald wieder aufs Eis

Die Sanierung der Uzehalle verläuft nach Plan. Parallel zu den letzten Arbeiten wird demnächst aufgeeist. Am 7. September soll das Eis bespielbar sein. Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach könnte bis zu 70 Prozent des Energiebedarfs der Halle decken.

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Blick in die fast fertige Uzehalle. Noch wird am Dach und der Südfassade gearbeitet.

Blick in die fast fertige Uzehalle. Noch wird am Dach und der Südfassade gearbeitet.

Bild: PD

(pd/rop) Am 23. August 2020 entschieden Uzwils Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Sanierung der Uzehalle. Jetzt, ein Jahr später, sind die Arbeiten fast fertig. Das enge Zeitfenster für die Arbeiten zwischen Saisonende im Frühjahr und dem bevorstehenden Saisonstart hat knapp gereicht, schreibt die Gemeinde Uzwil in einer Mitteilung. Am 7. September können die Vereine, darunter der EHC Uzwil, wieder aufs Eis.

Grösste Fotovoltaikanlage auf dem Gemeindegebiet

Auf sie wartet eine fast fertig erneuerte Umgebung. Bereits fertig sind: Beleuchtung, Sicherheitsbanden, Eingangsbereich, Rauch- und Wärmeabzugsanlage, Notausgangssignalisationen. Die Arbeiten, die im September noch laufen, stören den Betrieb auf dem Eisfeld nicht mehr. Gearbeitet wird dann etwa noch am Dach und der Südfassade. Lieferverzögerungen hatten dort zwischenzeitlich den Fahrplan gefährdet. Ebenfalls bis Ende September entsteht auf dem Dach die grösste Fotovoltaikanlage auf Uzwiler Gemeindegebiet. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Bis im Oktober wird dann noch an der Umgebung und an der neuen Veloabstellanlage gearbeitet.

Unterschlupf für Vögel und Fledermäuse

An der Uzehalle wird auch Lebensraum für Vögel geschaffen. Marcel Huber, Bereichsleiter Infrastruktur bei der Gemeinde Uzwil, hat sich dazu mit dem Natur- und Vogelschutzverein Uzwil und Umgebung (NVU) kurzgeschlossen. An verschiedenen Orten realisiert der NVU 30 Wohnungen für Vögel, vom Mauersegler über die Blaumeise bis zum Hausrotschwanz. Auch 100 Fledermäuse sollen Unterschlupf finden. Die Grünflächen und Bäume um die Halle begünstigen dieses Vorhaben, sagt Jürg Kolb vom NVU. (rop)

Gemeinde erreicht Ziele gegenüber dem Bund

Eishallen sind energieintensive Einrichtungen. Mit der Sanierung nahm Uzwil die Verantwortung wahr, die Uzehalle so auszurüsten und zu betreiben, dass ihr Energieverbrauch möglichst tief gehalten wird. Die Sanierung von Dach, Fassaden und Beleuchtung verringert den Energiebedarf. Dazu kommt die erneuerbare Energie, welche durch die Fotovoltaikanlage auf dem Dach produziert wird. Theoretisch können damit 70 Prozent des heutigen Stromverbrauchs der Eishalle gedeckt werden. Weil die Zeitpunkte von Erzeugung und Verbrauch nicht synchron sind, wird dieser Wert in der Praxis etwas tiefer liegen.

Der «eigene» Solarstrom wird in der Kunsteisbahn, der Curlinghalle und – im Sommer – für das Schwimmbad verwendet. Insgesamt gehen die Planer davon aus, dass die Gemeinde Uzwil mit der Sanierung die Ziele erreicht, zu denen sie sich als Grossverbraucher gegenüber dem Bund verpflichtet hat, schreibt die Gemeinde. Nach ersten Erfahrungen mit dem Betrieb von Halle und Fotovoltaikanlage würden Optimierungen beim Eigenverbrauch geprüft.

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