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UZWIL: Auf der Suche nach echten Geschichten

Höhenflüge, Abstecher und Sackgassen – Röbi Koller hat Episoden seines Lebens im Buch «Umwege» festgehalten. Am Mittwoch fand er den Weg in die Gemeindebibliothek.
Wiedersehen in der Uzwiler Gemeindebibliothek: Marianne und Urs Oberholzer aus Oberbüren waren kürzlich von Röbi Koller in einer Happy-Day-Sendung überrascht worden. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Wiedersehen in der Uzwiler Gemeindebibliothek: Marianne und Urs Oberholzer aus Oberbüren waren kürzlich von Röbi Koller in einer Happy-Day-Sendung überrascht worden. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Sie sind sympathisch, bodenständig, gewitzt und im Doppelpack ein Vergnügen zu hören und zu sehen. Urs Heinz Erni ist als Moderator ein häufiger Gast in der Uzwiler Gemeindebibliothek. Aber auch Röbi Koller war schon hier, als er sein Buch «Dr. Nils Jent – ein Leben am Limit» vorstellte. Jolanda Erismann, die Leiterin der Bibliothek, konnte am Mittwochabend ein zahlreiches Publikum begrüssen.

Am nächsten Samstag flimmert Kollers Sendung «Happy Day» über den Bildschirm. Wie das mit den Vorbereitungen laufe, wollte Erni wissen. Nach gut 50 «Happy Day»–Ausstrahlungen würde alles routiniert über die Bühne gehen, sagte Koller und verneinte, dass seine Gattin Esther della Pietra, welche die Regie führt, ihm während der Sendung Anweisungen gebe.

Als Taxichauffeur viele Begegnungen erlebt

Auch sein Buch habe sie erst gelesen, als es druckfertig auf dem Tisch gelegen habe. Ein feiner Hinweis an Erni, dass er doch wegen des Buchs in Uzwil sei. Als Moderator bestimme er die Themen, witzelte Erni und wollte wissen, ob Koller sich das Buch zum 60. Geburtstag geschenkt habe. Nein, er habe schon seit langem über das Taxigewerbe schreiben wollen, sagte Koller. Und erzählte, wie er als Student als Taxichauffeur viele spannende Begegnungen gemacht hatte. Reisen spiele in seinem Leben eine wichtige Rolle. So sei das Buch «Umwege» entstanden. Darin werde auch über Taxifahrten berichtet. Beispielsweise jene in La Paz. Dort herrsche Rechtsverkehr. Das Taxi sei allerdings für den Linksverkehr gebaut und für Bolivien angepasst worden. Das Steuerrad sei links gewesen und das Armaturenbrett rechts.

Röbi Kollers Stärke ist das Zuhören und einfühlsame Nachfragen. In seinem neuen Buch greift er die Biographien seiner Grosseltern auf. Dem Glarner Grossvater Fridolin Stocker, Initiant der Radiowanderungen und 1964 verstorben, stellt er Fragen. Will von ihm wissen, welche Partei er wählen würde und wie er reagiert hätte, wenn er den jungen Röbi mit einer Zigarette erwischt hätte. Die anderen Grosseltern lebten in Istanbul und über die resolute Oma weiss Koller viele Anekdoten zu erzählen.

«Ich bin sesshaft, reise aber sehr gerne», sagt er von sich. Umwege hat Koller auch in beruflicher Hinsicht gemacht. Jung und ohne Ausbildung stellte Roger Schawinski ihn für das Radio 24 ein. Danach wurde er Moderator von verschiedenen Radio- und Fernsehsendungen. «Ich bin freischaffend», betonte Koller. «Das bedeutet, dass ich keine finanzielle Sicherheit habe, dafür die Freiheit.» Ihn interessierten echte Geschichten von echten Menschen. In der Sendung «Happy Day» könne er diese «Swissness» mit lebensbejahendem Unterton realisieren.

Kathrin Meier-Gross

redaktion@wilerzeitung.ch

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