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Uzwil als wahrscheinlicher Aufsteiger

Es gibt Anzeichen, dass der EHC Uzwil nächste Saison wieder in der 1. Liga spielt. Die 1.-Liga-Verbandsleitung gibt sich auf Anfrage bedeckt. Sie verweist auf ein temporäres Stillschweige-Abkommen. Der EC Wil wird höchstwahrscheinlich in der 1. Liga verbleiben.
Urs Nobel
Vieles deutet darauf hin, dass es nächste Saison wieder zu Lokalrivalen-Derbys Uzwil gegen Wil kommt. (Archivbild: Dominik Moser)

Vieles deutet darauf hin, dass es nächste Saison wieder zu Lokalrivalen-Derbys Uzwil gegen Wil kommt. (Archivbild: Dominik Moser)

EISHOCKEY. Die 1. Liga, Gruppe 2 Ost, soll zwölf Mannschaften umfassen. Dies bedeutet, dass – wenn alles normal läuft – je ein Aufsteiger die jeweiligen Absteiger ersetzen sollte. Aus der Nationalliga B gibt es jedoch keinen Absteiger, und aus der 1. Liga will kein Club sportlich aufsteigen. Da der HCC Biasca allerdings eine NLB-Lizenz beantragt hat und diese auch bewilligt wurde, ist ein zweiter Platz in der höchsten Amateurliga frei geworden.

Somit steht fest, dass zwei 2.-Liga-Teams aufsteigen können. Entweder sportlich, oder am sogenannten grünen Tisch. Weil von den aktuellen Playoff-Halbfinalisten keiner will, wurden Ende vergangener Woche mittels einer Kollektivumfrage die Viertelfinalisten angefragt. Der EHC Uzwil soll als einziger Verein die Anfrage positiv beantwortet haben. Der EHC Uzwil dürfte somit aufsteigen und wird nächste Saison die Meisterschaft wieder in der 1. Liga absolvieren. Diese Aussage ist allerdings nicht bestätigt. Weder seitens des Verbands noch vom EHC Uzwil. Die Verantwortlichen konnten gestern nicht für eine Stellungnahme erreicht werden.

EC Wil kann sich entscheiden

Trotz Uzwils Zusage ist in der 1. Liga noch ein weiterer Platz frei. Der EC Wil – als sportlicher Absteiger – kann somit ebenfalls in der 1. Liga verbleiben, sofern er denn auch will respektive kann. Der Vorstand tritt heute abend zusammen und wird einen Entscheid fällen. Vieles deutet darauf hin, dass die Wiler das interessante Angebot annehmen. Es sei einfacher, eine 1.-Liga-Mannschaft zusammenzustellen als ein 2.-Liga-Team, erklärte Wils Sportchef Christian Herzog vergangene Woche. Doch damals wusste er noch nichts von der Erklärung des EHC Uzwil. Ob diese bei der Entscheidungsfindung etwas ändern wird, bleibt abzuwarten.

Die Verpflichtung eines Trainers, der den grossen Aufwand bei den Gehaltsvorstellungen des EC Wil auf sich nehmen will, dürfte jedenfalls ein Erschwernis sein, in der 1. Liga zu verbleiben. Zudem ist der Finanzaufwand in der höchsten Amateurliga um etliches höher als in der 2. Liga, warnte der EC-Wil-Präsident schon vor einigen Wochen. Wahrscheinlich möchte er nicht jedes Jahr Finanzlöcher stopfen oder mit grossem persönlichen Elan auf Sponsorensuche gehen. Die Diskussion der fünf Entscheidungsträger im EC Wil dürfte auf jeden Fall nicht einfach werden.

«Uzwiler für Uzwil»

Dass der EHC Uzwil aufsteigen möchte, stösst auf Verständnis. Der Verein ist gut abgestützt und hat die vergangenen Jahre erfolgreich dazu genutzt, sich wieder einen guten Ruf in der Region zu erarbeiten. Allerdings dürfte es für die Untertoggenburger schwierig werden, den lokalen Charakter «Uzwiler für Uzwil» zu erhalten. Längst nicht alle Spieler sind von einem möglichen Aufstieg begeistert und könnten dem Verein wieder den Rücken kehren. Weil vom Nachwuchs zu wenig Qualität nachrückt, besteht die Gefahr eines neuerlichen Söldnertums, das die Anhänger nicht goutieren würden. Nicht schon wieder. Einen neuen Trainer müsste man wahrscheinlich auch suchen. Wenn Mischa Wasserfallen einen 1.-Liga-Job annimmt, dann eher den freiwerdenden beim EHC Frauenfeld.

Swissregio verändert viel

In einem Jahr wird die Swissregio, eine übergeordnete 1. Liga, ins Leben gerufen. Die jetzt noch höchste Amateurliga würde verkleinert von zwölf auf zehn Mannschaften, und gemäss heutigem Stand hätten jene Teams sieben Wochentagsspiele weniger als heute auszutragen. Ein Aufwand, den einige Mannschaften in der 2. Liga bereit wären zu betreiben und deshalb bereits angekündigt haben, nächste Saison einen sportlichen Aufstieg anzustreben. Was wiederum nicht allen gelingen wird. Die zukünftige Situation aus dieser Sicht betrachtet, scheint es Sinn zu machen, bereits in der 1. Liga zu sein, als dieses Ziel mit einem höheren Budget anzustreben und es allenfalls doch nicht zu schaffen.

Der EHC Uzwil hätte sich den Aufstieg günstig verdient, so wie der EC Wil vor einem Jahr. Mit einem bezahlbaren Team und ohne Aufstiegsprämien entrichten zu müssen. Einen günstigeren Aufstieg gibt es so schnell nicht wieder.

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