Uzehalle in Uzwil steht vor der Sanierung

Die Uzwiler Eishalle soll für 5,78 Millionen Franken saniert werden. Am 17.Mai stimmt die Bürgerschaft darüber ab.

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Die Fassade ist am Ende ihrer Lebensdauer.

Die Fassade ist am Ende ihrer Lebensdauer.

Bild: Philipp Stutz

Seit 1959 gibt es die Kunsteisbahn an der Sportstrasse in Niederuzwil. Die Anlage, damals als offenes Eisfeld gebaut und betrieben, hatte Pioniercharakter: Sie war die erste Kunsteisbahn der Ostschweiz. 1985 wurde das offene Eisfeld überdacht. 1998 investierte die Gemeinde erneut in die Anlage. Sie erhielt eine neue, isolierte Eispiste, die Kälteanlage wurde erneuert und mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Unter der Stehrampe entstand ein neuer Garderobentrakt. Die damals neue Zu- und Abluftanlage eliminierte die vorher starke Kondenswasserbildung in der Halle.

4,5 Millionen Franken für die Gebäudehülle

Nun steht die Erneuerung von Fassaden und Dach an. «Die 35-jährigen Fassadenelemente sind brüchig und am Ende der Lebensdauer. Und die Halle hat Handlungsbedarf, den Energieverbrauch zu reduzieren», schreibt die Gemeinde im aktuellen Mitteilungsblatt. Am 17.Mai entscheidet Uzwils Bürgerschaft an der Urne über einen Kredit von 5,78 Millionen Franken. Fast 4,5 Millionen Franken der Sanierungskosten fallen dabei auf die Gebäudehülle. Die Investition wird zu Lasten der Spezialfinanzierung Energie finanziert.

Einfachere Nutzung bei Grossveranstaltungen

Von April bis September 2021 soll die Uzehalle saniert werden, schreibt die Gemeinde weiter. Es entsteht eine dreifach verglaste, luftdichte und wärmegedämmte Fassade, welche den Energieverbrauch für die Kühlung der Eisfläche markant senkt. Die heute geschlossene Fassade zum südlich vorgelagerten Sportplatz erhält eine neue, grossflächige Fluchttüre. Zusätzlich werden zwei Elemente der Südfassade durch Sektionaltore ersetzt. Durch diese Verbindung zum Umgelände wird die Halleninfrastruktur bei Grossveranstaltungen einfacher nutzbar, heisst es in der Mitteilung. Das Dach erhält einen neuen Aufbau und es wird gedämmt. Innen erhält es einen Kältestrahlungsschutz. Dieses Element reduziert den Energiebedarf für die Eiserzeugung. Die Südseite des Daches wird mit einer grossflächigen Fotovoltaikanlage ausgestattet. Sie wird einerseits Eishalle und Curlinghalle, anderseits in der Sommernutzung das Schwimmbad mit erneuerbarem Strom versorgen.

Die Leuchten über Eisfeld und Tribüne werden durch eine zeitgemässe energieeffiziente LED-Beleuchtung ersetzt, die veralteten starren Banden werden durch ein Sicherheitsbanden-System ersetzt. Die Garderobe des allgemeinen Eislaufs erhält neu eine Dusche, damit sie auch für den Vereinssport als vollwertige Garderobe genutzt werden kann. (pd/red)