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Uraufführung: Musicalfieber Flawil bringt Broadwaystück «9 to 5» in die Schweiz - und feiert eine gelungene Premiere

Witzig, unterhaltend, professionell – das sind nur einige Adjektive, das die neue Produktion des Vereins Musicalfieber verdient. Am Wochenende war Premiere von «9 to 5» und zugleich die Uraufführung in der Schweiz.
Zita Meienhofer
«9 to 5» – ein Musical um einen schmierigen, sexistischen und verlogenen Chef (Philipp Guldimann), dessen Angestellten (Sibylle Küng, Leandra Wiesli, Yara Schmitter) sich nicht länger von ihm ausnützen lassen wollen. (Bild: Zita Meienhofer)

«9 to 5» – ein Musical um einen schmierigen, sexistischen und verlogenen Chef (Philipp Guldimann), dessen Angestellten (Sibylle Küng, Leandra Wiesli, Yara Schmitter) sich nicht länger von ihm ausnützen lassen wollen. (Bild: Zita Meienhofer)

Es ist eine Musical-Produktion von Amateuren, welche das Prädikat «professionell» verdient. Die schauspielerische Leistung der Akteure begeistert, die gesangliche und musikalische Qualität beeindruckt, die Choreografie fasziniert. Der Verein Musicalfieber Flawil hat sich nach «Non(N)sense» im 2015 und «The Addams Family» zwei Jahre später diesmal für ein nicht ganz so bekanntes Stück entschieden.

Ein Musical, das einst am Broadway aufgeführt wurde und das nun erstmals in der Schweiz gezeigt wird: «9 to 5». Nun, der Kopf des Vereins, Regisseur und Choreograf, Severin Pfeffer, hat ein Faible dafür, dass er weiss, was gesehen werden möchte und welche Möglichkeiten der Verein hat. Mit Jacqueline Koller, musikalische Leitung, Philipp Guldimann, Regieassistenz, und Janine Messerli, Choreografie, hat er zudem Leute an seiner Seite, die das Handwerk ebenfalls bestens verstehen.

Junge Leute, die etwas auf die Beine stellen

Beachtenswert: Musicalfieber Flawil setzt sich aus etlichen jungen Personen zusammen, die etwas auf die Beine stellen wollen, die Talent haben und sich der vielen Arbeit – durchwegs auf ehrenamtlicher Basis – nicht zu schade sind.

Da ist beispielsweise Vizepräsidentin und Maskendesignerin Yara Schmitter, da ist Bühnenelementebauer Ramon Stadler, da ist der technische Leiter Andreas Vetterli. Nicht zu vergessen sind die Musiker, die einen nicht unwesentlichen Beitrag zu dieser Professionalität leisten.

Eine witzige Komödie mit viel Unvorhergesehenem

«9 to 5», das ist die Zeit, in der das (Arbeits)-Leben spielt – zumindest 1980, als die amerikanische Filmkomödie erstmals in die Kinos kam. Von «9 to 5» arbeiten Violet (Leandra Wiesli), eine allerziehende Mutter, Judy (Sibylle Küng), kürzlich von ihrem Mann für eine 19-Jährige verlassen und Doralee (Yara Schmitter), glücklich mit einem Cowboy verheiratet, in der Firma, die von Frankling Hart Junior (Philipp Guldimann) geleitet wird.

Geleitet ist allerdings ein zu schöner Ausdruck für sein Tun. Der schmierige, sexistische und egoistische Boss begrapscht seine weiblichen Angestellten hemmungslos sowie mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit und terrorisiert die männlichen Mitarbeiter, die nicht nach seinem Willen funktionieren.

Nur Roz (Jacqueline Koller), hinterhältig und intrigant, lässt er in Ruhe. Zu ihrem Leidwesen. Denn sie träumt von einer Affäre mit ihrem Chef und tut alles dafür, um sich diesen Traum zu erfüllen. Doch irgendwann – nach einem gerauchten Joint, der ihren Fantasien freien Lauf lässt –, lassen sich die drei Frauen nicht mehr alles gefallen. Der Chef wird geknebelt und Violet übernimmt das Ruder.

Mit Hilfe von Buchhalter Joe (Severine Pfeffer), der um Violet wirbt, und Thinsworthy (Tobias Bruggmann), der Chef des Konzerns, erreichen die drei Frauen letztlich, dass Franklin Hart Junior auf reguläre Art und Weise den Chefstuhl verlassen muss. Die Standig Ovations am Schluss waren verdient und würdigten die ausgezeichnete Leistung aller Akteure vor und hinter der Bühne.

Hinweis
Weitere Aufführungen: 11. Mai, 19.30 Uhr/12. Mai 16 Uhr, Thurpark Wattwil; 18. Mai, 19.30 Uhr, Dreitannensaal Sirnach; 25. Mai, 19.30 Uhr, Aula Goldach. Tickets unter www.musicalfieberflawil.ch.

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