Ur-Kirchberger zieht sich aus der Politik zurück

KIRCHBERG. Der Kirchberger Gemeindepräsident Christoph Häne hat seinen Rücktritt auf Ende Dezember 2016 angekündigt. Mit 24 Amtsjahren ist er einer der dienstältesten Gemeindepräsidenten im Kanton St. Gallen. Wie er die neugewonnene Freiheit nutzen wird, lässt Christoph Häne noch offen.

Ursula Ammann
Merken
Drucken
Teilen
«Ich bin keiner, der überall kleben bleiben will», sagt Christoph Häne. (Bild: Simon Dudle)

«Ich bin keiner, der überall kleben bleiben will», sagt Christoph Häne. (Bild: Simon Dudle)

«Ich wünsche mir für die Gemeinde, dass die zugehörigen Dörfer auch in Zukunft so partnerschaftlich zusammen- arbeiten», sagt Christoph Häne. Die Summe ihrer Vielfalt mache Kirchberg zu dem, was es sei. Noch hält er als Gemeindepräsident die politischen Fäden in der Hand. Auf Ende Dezember 2016 hat er jedoch seinen Rücktritt bekanntgegeben – nach 24 Amtsjahren.

Umfahrung eingespurt

Christoph Häne ist das, was man einen Ur-Kirchberger nennen könnte. Er ist in der Gemeinde aufgewachsen und sogar Bürger von Kirchberg. Der Vater dreier Söhne hat aber auch das politische Geschehen der Stadt Wil mitgeprägt. Von 1978 bis 1984 war er als persönlicher Mitarbeiter des damaligen Stadtammanns Hans Wechsler tätig, von 1985 bis 1992 als Stadtschreiber. In diesen Funktionen war er massgeblich mitbeteiligt am Übergang von der Bürgerversammlung zum Parlamentsmodell.

Sein Amt als Kirchberger Gemeindepräsident hat Christoph Häne am 1. Januar 1993 angetreten. 1996 wurde er in den Kantonsrat gewählt, wo er zwölf Jahre lang als CVP-Vertreter politisierte. Als solcher setzte er sich unter anderem für die Umfahrung Bazenheid ein.

Unzählige Highlights

2008 trat er aus dem Kantonsrat zurück, um sich wieder vollumfänglich den Aufgaben in der Gemeinde widmen zu können. Er habe in seiner Tätigkeit als Gemeindepräsident unzählige Highlights erlebt, sagt Christoph Häne. Als Beispiele nennt er die Privatisierung der Gemeindebank und der technischen Betriebe, die Einheitsgemeinde, die Gesamterneuerung der Kläranlage, das neue Gemeindehaus und die Neugestaltung des Bazenheider Bahnhofplatzes. Mit seinem Rücktritt zieht er sich nach und nach auch aus allen anderen Ämtern, die mit seiner jetzigen Funktion in Verbindung stehen, zurück. Auch aus der Regio Wil, deren Präsident er ist. «Ich bin keiner, der überall kleben bleiben will», sagt Häne.

Mit 24 Amtsjahren ist er einer der dienstältesten Gemeindepräsidenten im Kanton St. Gallen. Was Christoph Häne nach dem Rücktritt mit der neugewonnenen Freiheit anfangen wird, will er noch offen lassen. Es gebe viele Möglichkeiten.