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UNWETTER: Ursache war ein Dammbruch

Heftiger Regen führte am 30. Mai in Jonschwil zu überfluteten Strassen und Kellern. Die Gemeinde hat nach der Untersuchung Massnahmen geplant.
Die überflutete Salzwiesstrasse in Jonschwil. (Bild: PD)

Die überflutete Salzwiesstrasse in Jonschwil. (Bild: PD)

Der Himmel öffnete am späten Abend des 30. Mai seine Schleusen über Jonschwil. Vom ehemaligen Kiesabbaugebiet Hori ergoss sich im Dorf ein Bach über die Salzwies- in die Lütisburgerstrasse und schob Kies und Geröll bis zum Jonschwiler Kreisel mit sich. Private Keller wurden überflutet, und ein Grosseinsatz der Feuerwehr war nötig.

40 Feuerwehrleute leisteten gestaffelt an mehreren Orten insgesamt 180 Einsatzstunden. Fünf Keller und Heizungen wurden ausgepumpt. Das Wasser wurde mit Sandsäcken und Brettern umgeleitet. Diverse Vorplätze und Schächte mussten von Geröll befreit werden. Die Lütisburgerstrasse in Jonschwil war vorübergehend gesperrt.

Einige Grundstücke hat es hart getroffen

Am nächsten Tag mussten zwei private Firmen und das Bauamt der Gemeinde die Strassen reinigen. Der Feuerwehreinsatz kostete rund 10000 Franken. Darin sind die Schäden bei den privaten Grundstücken nicht inbegriffen. Einzelne Grundeigentümer habe es hart getroffen, teilt die Gemeindebehörde mit. Die Kieswerksbetreiberin habe sofort die Klärung der Versicherungsfragen eingeleitet.

Das Ereignis wurde nachträglich durch die Kieswerksbetreiberin, die Gemeinde und zugezogene Ingenieure analysiert. Die Untersuchung hat ergeben, dass eine nicht fertiggestellte Rekultivierung und zu tiefe Abflusskapazität die Ursache waren.

Die nachträgliche Analyse der Fachleute ergab, dass der dorfseitige Damm einer vorübergehenden Mulde, welche im Zuge der Rekultivierungsarbeiten im ehemaligen Kiesabbaugebiet gebildet wurde, brach und als Folge eine grosse Menge Wasser, Kies und Geröll ins Dorf geschwemmt wurde. Ein weiterer Grund sei der sehr trockene Boden gewesen, welcher nur wenig Wasser aufnahm, informiert die Gemeinde. Am südseitigen Rand der Salzwiesstrasse verlaufe eine Meteorwasserröhre mit einer Verbindung bis zur Thur. Ganz in der Nähe verlaufe nördlich eine zweite Meteorwasserröhre.

Erhöhung der Abflusskapazität

Diese soll nun in den nächsten Wochen um rund 60 Meter Richtung Kiesabbaugebiet bis zu einem Weiher verlängert werden. Dadurch werde eine Erhöhung der Abflusskapazität von rund 40 Prozent erreicht, erklärt der Jonschwiler Bauverwalter Felix Ambühler. Das darüberliegende Gebiet wird via Retentionsmulden mit weiteren Leitungen so verbunden, dass die Abflüsse sichergestellt sind. Die Kosten der geplanten Massnahmen sollen teils zu Lasten der Kieswerksbetreiberin und teils der Gemeinde gehen. Wie hoch diese ausfallen werden, stehe noch nicht fest, sagt Ambühler. Zurzeit würden Offerten eingeholt. (red)

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