Unverstärkt und unkompliziert

«Bal Folk»: Unter diesem Titel lud der Kulturverein Touch Flawil zum öffentlichen Tanzen und Feiern am Abend. Am Nachmittag konnte das gemeinsame Tanzen in einem Volkstanz-Workshop gelernt werden.

Zita Meienhofer
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Petra Pastore (3. v. r.) führte in einem Volkstanz-Workshop rund 20 Interessierte in den Bal Folk ein. (Bild: Zita Meienhofer)

Petra Pastore (3. v. r.) führte in einem Volkstanz-Workshop rund 20 Interessierte in den Bal Folk ein. (Bild: Zita Meienhofer)

FLAWIL. Bal Folk ist eine Tanzveranstaltung, an der alle mitmachen können. Sie stammt ursprünglich aus Frankreich, ist europaweit beliebt, in der Schweiz jedoch noch nicht sehr bekannt. An einem Bal Folk lernten sich auch Ludovico Pastore aus Italien und Petra – damals noch Treichler aus Egg-Flawil – kennen. Bal Folk, der auch als idealer Einstieg in die Welt des Tanzens bezeichnet wird, da bei vielen Kreis-, Paar-, Ketten- und Reihentänzen spontan mitgetanzt werden kann, wurde zur Leidenschaft von Petra und Ludovico Pastore. Sie erlernten das Spiel des diatonischen Akkordeons – ähnlich dem Schwyzerörgeli – und das Mitmachen an Tanzfestivals festigte ihr Können der Tanzschritte und vermittelte ihnen Ideen für Tanz-Variationen.

Einführung in Bal Folk

Bal Folk, das war auch etwas, was die Verantwortlichen des Kulturvereins Touch Flawil angesprochen hatte. Sie luden deshalb Petra und Ludovico Pastore, die als Formation Sol do zum Tanz aufspielen und ihre Lieder teilweise selber komponieren, ein, im Vögelipark am Samstagabend aufzuspielen. Sol do nahm Freunde mit – an der Drehleier, der Violine und für die Percussion. Getanzt wurde schon am Nachmittag, am Volkstanz-Workshop. Rund 20 Interessierte liessen sich vom Paar aus Heiden in die Leidenschaft von Bal Folk einführen.

Einfacher Tanzstil

Dani Müller vom Kulturverein Touch war erfreut, dass die Idee eines Volkstanz-Workshops im Bal-Folk-Stil Anklang fand. «Ich habe grosse Freude an dieser Musik. Sie wird schön unverstärkt angeboten und die Tanzveranstaltungen sind unkompliziert. Das sind sie wohl, denn sie finden meist im Freien statt und die Musiker spielen neben den Tanzenden – oder wie in Flawil auf einer spontan errichteten Bühne. Für die Tanzschritte brauche es einzig Rhythmusgefühl, sagte Petra Pastore, die Choreographie sei einfach.

Ihre Freude, ihre Leidenschaft für diese Musik und den Tanz zeigten Petra und Ludovico Pastore bereits am Nachmittag. Auch während der Tanzpausen spielte Ludovico auf seinem Organetto – wie das diatonische Akkordeon in Italien heisst – und sang seine Lieder. Petra Pastore liebt die Tanzfestivals vor allem auch deshalb, weil die Leute wegen des Tanzens kommen – und nicht einfach dasitzen und trinken.

Sol do and friends mit Ludovico (Mitte) und Petra Pastore (rechts). (Bild: Dani Müller)

Sol do and friends mit Ludovico (Mitte) und Petra Pastore (rechts). (Bild: Dani Müller)