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Unvergleichbare Zahlen: Die Gemeinde Uzwil hat den Budgetbericht 2019 herausgegeben

Wegen der Einführung des neuen Rechnungsmodells für St. Galler Gemeinden ist die Gegenüberstellung mit dem Vorjahr schwierig.
Tobias Söldi
Die Dorfgestaltung Niederstettens bildet die zweitgrösste Investition der Gemeinde. (Bild: Andrea Häusler)

Die Dorfgestaltung Niederstettens bildet die zweitgrösste Investition der Gemeinde. (Bild: Andrea Häusler)

Mit dem Wort «anders» ist der Budgetbericht der Gemeinde Uzwil betitelt. Das spielt auf zwei Dinge an: einerseits auf die Aufmachung des Berichts mit den grossen, eindrücklichen Naturaufnahmen des Uzwiler Fotografen Stefan Forster, andererseits auf die veränderte Darstellungsform der Zahlen. Diese rührt von der Umstellung auf das neue Rechnungsmodell für St. Galler Gemeinden RMSG her (siehe Kasten).

Die Zahlen selbst scheren nicht aus: Als Gesamtergebnis sieht das Budget einen Ertragsüberschuss von 134000 Franken vor. Die Erfolgsrechnung sei ausgeglichen, heisst es. Auch der Haushalt, so wie er sich im Budget präsentiert, ist stabil. «Es zeigt aber keinen Spielraum für eine Steuersenkung.» Die Steuersätze bleiben gleich hoch.
Investitionen für
7,67 Millionen

Im kantonalen Vergleich ist Uzwil atypisch unterwegs, so der Bericht. «Wir investieren sehr viel in die öffentliche Infrastruktur, erneuern und bauen. Damit steigen auch der Finanzbedarf und die Verschuldung», schreibt Gemeindepräsident Lucas Keel im Budget. Ein Problem entstehe daraus nicht: Der aktuelle Finanzmarkt erlaube es, Geld langfristig zu sehr günstigen Konditionen aufzunehmen. In den kommenden Jahren müsse Uzwil aber auf die Entwicklung der Verschuldung Acht geben, warnt der Bericht: «Die längerfristige Betrachtung zeigt, dass die Verschuldung ab 2022/23 leicht über dem definierten Höchstwert liegen könnte.» Dieser ist bei 30 Millionen Franken angesetzt.

7,67 Millionen Franken investiert Uzwil 2019

6,12 Millionen Franken belasten den Gemeindehaushalt, 1,55 Millionen finanzieren sich aus Spezialfinanzierungen. Die Schwerpunkte liegen in den nächsten Jahren auf zusätzlichem Schulraum, Strassen, der Erneuerung der Eishalle und einem zeitgemässen Werkhof des Bauamtes. Die grösste Investition betrifft mit 2,6 Millionen Franken die Zentrumsgestaltung Uzwils, bei der es um die Erneuerung der Kantonsstrasse geht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf über 5 Millionen Franken. Die Dorfgestaltung Niederstettens bildet mit 1,5 Millionen Franken die zweitgrösste Stelle. Die Salenstrasse in Niederstetten muss erneuert werden. Durch eine Reduktion ihrer Breite soll der Durchfahrtswiderstand erhöht und der dörfliche Charakter Niederstettens bewahrt werden.

Bei den Technischen Betrieben fällt der grösste Posten in der Wasserversorgung an. 3,075 Millionen Franken sind für die Sanierung und Erweiterung des Reservoirs Freundenberg und in den nächsten Jahren für den Ersatz des Reservoirs Sonnenberg budgetiert. In der Gasversorgung fallen unter anderem Netzerweiterungen in der Enderliäckerstrasse und der Flurstrasse in Oberuzwil an.

Das Budget wird der Gemeinde am Montag, 26. November, vorgelegt.

Die grosse Umstellung

Was 2018 in einigen Pilotgemeinden begonnen hat, gilt nun für alle Gemeinden des Kantons: 2019 stellen sie die Buchführung auf das neue Rechnungsmodell für St. Galler Gemeinden (RMSG) um. Es stellt vieles auf den Kopf. Neue Begriffe und neue Unterscheidungen machen den Vergleich mit dem Budget vom letzten Jahr schwierig. Das neue Modell soll für mehr Transparenz sorgen, heisst es im Budgetbericht der Gemeinde Uzwil, ergänzt um einen Vorbehalt: «Für Menschen, die sich gewohnt sind, eine Bilanz zu lesen.»
Als Investitionen gelten neu nur noch wertvermehrende Komponenten. So sind Investitionen, die dem Werterhalt dienen, neu in der Erfolgsrechnung abgebildet – etwa, wenn eine Schulanlage erneuert wird. «Das führt zu einem Transfer grosser Ausgabenblöcke in die Erfolgsrechnung», heisst es im Budgetbericht, und weiter: «Die Liste ‹echter› Investitionen wird deutlich kürzer.» Die Belastung der Erfolgsrechnung des Jahres 2019 gegenüber jener des Vorjahres ist darum um rund eine Million höher.
Entlastend wirkt das RMSG mit den Veränderungen bei den Abschreibungen: Das RMSG bringe tendenziell längere Abschreibungsdauern. «Das führt in den nächsten vier Jahren zu einer vorübergehenden Entlastung, die sich dann wieder auf das vorherige Niveau korrigiert.» (tos)

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