UNTERSTÜTZUNG: Rheintaler kämpft an vorderster Front

Der FC Wil muss bis zum Ende der Saison 2 bis 2,5 Millionen Franken aufbringen, um sein Überleben in der Challenge League zu sichern. Nun kündigt sich Hilfe aus der Bevölkerung an.

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Armin Kekic will dem FC Wil helfen. (Bild: PD)

Armin Kekic will dem FC Wil helfen. (Bild: PD)

Der FC Wil befindet sich weiterhin auf der Suche nach Kapital. Hinter den Kulissen wird fleissig gearbeitet. Aber auch in der Anhängerschaft des Traditionsvereins gibt es erste Unterstützungsaktionen. Vor zwei Tagen tauchte eine Gruppe auf Facebook auf, die dem Fussballverein aus der Misere helfen möchte. Initiant ist Armin Kekic aus Bad Ragaz. Der Rheintaler verfügt als Trainer einer Damenmannschaft des FC Balzers und als Präsident des vor kurzem gegründeten FC Mladost 74 in Chur über Erfahrung im Fussballgeschäft. «Ich musste am eigenem Leib erfahren, wie schwierig die Sponsorensuche für einen Fussballverein ist», sagt Kekic. Die Unterstützungsbereitschaft der Unternehmen hierzulande sei in der Vergangenheit grösser gewesen.

Vorerst keine direkte finanzielle Unterstützung

Armin Kekic geht es bei seiner Aktion aber noch nicht um Spendenaufrufe. «Ich bin mit der Fangruppe des FC Wil und dem Verein in Kontakt.» Vorerst müsse man abwarten, was die nächsten Tage bringen, sagt Kekic. Mit seiner Gruppe will er als erstes vor allem Unternehmen und Investoren dazu animieren, den FC Wil zu unterstützen. «In der Region Wil ist genug Geld vorhanden, um einen Challenge-League-Club zu unterstützen», sagt Kekic. So müsste man auch nicht auf ausländische Investoren zurückgreifen. «Auch eine Fanaktion könnte dem FC Wil das Überleben sichern.»

Der FC Wil unterstützte die 17-jährige Marija Milunovic bei ihrem Kampf gegen ihre Ausschaffung. Gestern musste sie das Land jedoch verlassen. Kekic engagierte sich als Trainer Marijas für deren Verbleib und lancierte vor einem knappen Jahr ebenfalls eine Facebook-Aktion. Über 1600 Personen bekunden auf dem sozialen Netzwerk Solidarität mit der Serbin. Ähnliches hat Kekic auch mit dem FC Wil vor. «Ich möchte dem Verein etwas zurückgeben», sagt er.

Cédric Schneider

cedric.schneider@wilerzeitung.ch