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UNTERSTÜTZUNG: Anlaufstelle für ein Tabuthema

Die Zahl von Menschen mit Demenz steigt – auch in der Region. Im Gemeindehaus Münchwilen eröffnet der Verein Alzheimer Thurgau heute eine von insgesamt acht Anlaufstellen im Kanton Thurgau.
Petra Kunz berät Menschen mit Demenz und Angehörige in der neuen Demenzanlaufstelle in Münchwilen. (Bild: PD)

Petra Kunz berät Menschen mit Demenz und Angehörige in der neuen Demenzanlaufstelle in Münchwilen. (Bild: PD)

«Demenz ist nach wie vor ein Tabuthema», sagt Petra Kunz. «Viele Angehörige stellen zwar fest, dass sich ihre Partnerin oder ihr Partner verändert, sie bringen die Veränderungen aber nicht mit Demenz in Verbindung. Deshalb ist Aufklärungsarbeit so wichtig.» Die diplomierte Sozialarbeiterin leitet ab heute die Anlaufstelle von Alzheimer Thurgau im Gemeindehaus in Münchwilen.

Die Bevölkerung wird immer älter. Weil das Alter der grösste Risikofaktor ist, erkranken immer mehr Menschen an Demenz. Im ganzen Kanton Thurgau lebten Ende 2016 schätzungsweise 4150 Menschen mit Demenz. Auch in der Region Wil steigt die Zahl der Betroffenen, wie Kunz aufgrund ihrer Erfahrung bestätigt. Mit ihnen leiden die Angehörigen. Für sie sei es häufig noch schwieriger, mit der Krankheit umzugehen.

Kanton hat ein Demenzkonzept erlassen

Trotz der steigenden Relevanz werde das Thema Demenz aber nach wie vor tabuisiert. Das hat Folgen: «Schätzungsweise nur jeder zweite bis dritte Mensch mit Demenz hat überhaupt eine Diagnose und nur jeder vierte hat spezifische Medikamente», sagt Sophie Fritsche von der Geschäftsstelle von Alzheimer Thurgau. Der Kanton hat deshalb ein Geriatrie- und Demenzkonzept erlassen. Alzheimer Thurgau kommt darin eine wichtige Rolle zu: Die Organisation hat vom Kanton den Auftrag erhalten, der Bevölkerung niederschwelligen Zugang zu Information und Beratung zu bieten.

In Zusammenarbeit mit der Pro Senectute Thurgau, die sich mit Altersfragen befasst, eröffnet Alzheimer Thurgau heute acht regionale Anlaufstellen im Kanton, konkret in Amriswil, Arbon, Diessenhofen, Frauenfeld, Kreuzlingen, Münchwilen, Romanshorn und Weinfelden. Betroffene und Angehörige finden dort Informationen zum Thema Demenz und können sich bei Bedarf an die geschulte Fachperson vor Ort wenden. Bei komplexen Fällen werden Kontakte vermittelt. (red)

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