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Unterschätze nie eine Frau: Das Theaterstück «Ein brillanter Mord» in Uzwil bot Spannung vom ersten bis zum letzten Atemzug

Auch die dritte «Gas gibt Kultur»-Aufführung dieser Saison im Gemeindesaal in Uzwil überzeugte. Was ruhig begann, entpuppte sich als Schauspiel, in dem nichts so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.
Kathrin Meier
Sam (rechts) und Robert sind Brüder, die von Olivia den gestohlenen Diamanten wollen. (Bild: Kathrin Meier)

Sam (rechts) und Robert sind Brüder, die von Olivia den gestohlenen Diamanten wollen. (Bild: Kathrin Meier)

Selbst passionierte Tatort-Fans zeigten sich am Samstagabend begeistert von der Aufführung der Münchner A.gon Theater GmbH. Der von James Cawood geschriebene Thriller mit dem Originaltitel «Stone Cold Murder» wurde von Ursula Buschhorn, Michel Guillaume, Stefan Rehberg und Marcus Widmann, bekannt aus TV- und weiteren Theaterproduktionen, exzellent umgesetzt.

Es beginnt ruhig: Das Feuerchen im Kamin verbreitet eine gemütliche Stimmung in der Lounge des kleinen Landhotels. Das seit einem halben Jahr verheiratete Paar Olivia und Robert, die Besitzer des Hotels, neckt sich liebevoll. Endlich haben sie Ferien. Zeit für sich. Ohne Gäste. Nur der Sturm, der an den Läden rüttelt.

Die Angst nimmt zu

Doch dann holt das Klingeln des Telefons Olivia an die Réception. Niemand antwortet. Sie fürchtet sich. Nicht nur, weil der Wind die Balkontür aufreisst. Sie erzählt von Sam, ihrem Ex-Freund. Gerade, als sie Robert ein Geständnis machen will, klopft es an die Tür. Ein verirrter und unterkühlter Berggänger bittet um Einlass.

Als er sein Zimmer bezieht, will Robert wissen, was Olivia ihm vorhin sagen wollte. Aber sie kann nicht darüber sprechen, sie befürchtet, er liebe sie dann nicht mehr. Ramsay, der unerwartete Gast, kommt wieder runter und Olivia steigert sich in ihre Angst, weil Robert so lange braucht, um Holz zu holen.

Ein abgekartetes Spiel

Als das Paar ins Bett geht, durchsucht Ramsay den Raum. Ein weiterer ungebetener Gast schleicht sich herein und erdrosselt Ramsay. Es ist Sam, Olivias Ex-Freund. Er ist gekommen, um etwas zu holen, das ihm gehört: einen gestohlenen Diamanten. Er gesteht Olivia, dass er sie immer noch liebe und ausserdem einen Käufer gefunden habe, der den Diamanten kaufen wolle. Olivia soll den wertvollen Stein herausrücken. Robert kehrt indessen zurück und fesselt Sam. Dieser erzählt ihm vom Diebstahl. Doch Sam kann sich befreien und erschiesst Robert.

Allerdings bleibt Robert nicht lange tot. Es war ein Schreckschuss. In Realität sind Sam und Robert nämlich Brüder, die gemeinsam den Diamanten suchen. Sie stellen fest, dass dieser wahrscheinlich in Ramsays Hosentasche sein muss. Dieser ist unterdessen aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht und bringt Robert um. Das gleiche Schicksal ereilt Sam. Ramsay, von Olivias Reizen angetan, bittet sie, mit ihm zu gehen. Aber Olivia erschiesst ihn. Wieder klingelt das Telefon. Jetzt meldet sich der Interessent, der den Diamanten kaufen will. Olivia wird dafür nach Paris reisen. Und sie warnt den Anrufer: «Machen sie nicht den gleichen Fehler. Unterschätzen sie niemals eine Frau.»

Ein wahres Leckerbissen

Überraschen, unterhalten, zum Nachdenken anregen – der Zweiakter hat diese Anforderungen erfüllt. «Ein spannendes Schauspiel», meinte auch der Oberuzwiler Walter Lüber. Als treuer Stammgast besucht er mit seiner Gattin Agnes jede Erwachsenen-Aufführung von «Gas gibt Kultur». Renato Wyss, Betriebsleiter der technischen Betriebe, hatte bei seiner Begrüssung im Zusammenhang mit dem Schauspiel von einem Leckerbissen gesprochen. Ein wahres Wort.

Am Sonntag, 10. März, schliesst die «Gas gibt Kultur»-Saison mit dem Märchenmusical «Schneewittchen».

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