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Unterirdischer Kreisel dürfte Wunschdenken bleiben

Die Interessengemeinschaft Öffentlicher Verkehr Wil hat sich vom bisherigen Präsidenten Urs K. Scheller sowie Aktuar Roman Appius verabschiedet. Neu soll eine vierköpfige Kerngruppe die Anliegen vertreten.
Roland P. Poschung
Die neue Kerngruppe: Erwin Böhi, Kurt Hollenstein, Luc Kauf und Jannik Schweizer (v. l.). (Bild: Roland P. Poschung)

Die neue Kerngruppe: Erwin Böhi, Kurt Hollenstein, Luc Kauf und Jannik Schweizer (v. l.). (Bild: Roland P. Poschung)

Der Führungswechsel ist ein Zeichen zum Aufbruch mit einer neuen Generation von Vereinsmitgliedern, die sich die Aufgaben teilt und die Themen mit den Bussen, dem Bahnverkehr sowie mit dem Abendtaxi weiter analysiert und sinnvolle Akzente für die Bevölkerung setzen will. Das Kernteam kann dabei auf die Erfahrungen vom verbliebenen Kassier Luc Kauf zählen.

19 Personen bilden zudem das Vorstandsgremium, darunter sind Wiler Kantonsräte und Nationalräte, welche die Geschicke des Vereins weiter fachlich und politisch begleiten.

Veränderungen in naher Zukunft

«Das Buskonzept Wil 2021, mit Fahrplan-Wechsel ab Dezember 2020, geht nun an das Parlament. Bis zum Frühling 2019 dürften Entscheidungen darüber anstehen. Das Abendtaxi wird wie bekannt bis 2023 weitergeführt», erklärte Stadtrat Daniel Stutz. Ab dem 9. Dezember 2018 gibt es eine Reihe von fahrplanmässigen Veränderungen, wie Urs K. Scheller skizzierte und dabei vieles kritisierte. Zuerst zu den Bahnen: Den Direktzug nach München gibt es nicht mehr, der EC fährt wie der Sprinter durch und wird durch weitere Sprinter-Züge ergänzt. «Die Sprinter-Züge sind mir unverständlich, denn Zürich-St. Gallen kann ohne den Brüttener-Tunnel nicht unter einer Stunde gefahren werden. Mit dem Tunnel wäre jedoch genügend Zeit für Halte in Wil und Gossau. Jetzt wird der Zug in St. Gallen weggestellt und steht eine knapp Stunde herum. Meist sind sogar zwei Loks daran.»

Kritische Worte gab es an das Bundesamt für Verkehr, welches eigenartige Akzente im Fern-, Regional- und örtlichen Feinverkehr setze. Die Verbindungen nach Wattwil, Weinfelden und Frauenfeld seien unverändert schlecht und dürften länger so bleiben. Die Lokalbusse würden neu im Viertelstundentakt geführt, dies gelte aber nicht für Wilmobil-Bus 705 (Himmelrich), dieser werde geschoben, und zwar mit einem schlechteren Anschluss in Richtung Zürich. Abhilfe könne nur der Viertelstundentakt bringen.

Bei den regionalen Bussen stünden zwei Änderungen im Vordergrund: die Drehung des 735-Busses um eine Viertelstunde für schlanke Anschlüsse nach St. Gallen und die neue Linie 736 Eschlikon-Münchwilen-St. Margarethen. Ziemlich viel werde bei den Postautos umgestellt (Linie 724), dabei werde die Qualität der Verbindungen erhöht. Scheller wünschte sich im Wiler Zentrum zur Verkehrsberuhigung einen unterirdischen Schwanen-Kreisel, der jedoch wohl an der Finanzlage scheitert.

Wertvolle Erfahrungen

Es war keine wie bisher übliche Mitgliederversammlung, denn auf einen Referenten wurde bewusst verzichtet, um so dem scheidenden Präsidenten Urs K. Scheller und dem Aktuar Roman Appius, Gelegenheit zu geben, auf ihre langjährigen Erfahrungen zurückzublicken. «Ich war während sechs Jahren als Präsident aktiv und habe während meiner Tätigkeit zahlreiche Projekte begleitet. Manche verliefen erfolgreich, andere blieben auf einer Teilstrecke liegen», erklärte Scheller.

Aktuar Roman Appius hatte sich gar während 18 Jahren für die Anliegen der IG OeV Wil eingesetzt: «Für diese kämpferischen Auftritte braucht es nicht nur Herzblut, sondern man muss vor allem auch mit Misserfolgen umgehen können.» Die Mitgliederversammlung machte deutlich, dass der Interessengemeinschaft in dem öffentlichen Verkehr die Aufgaben auch künftig nicht ausgehen würden.

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