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Unterirdische Zustände: Die SP fordert Lösungen für eine sichere Querung der Wiler Bahnhofunterführung

Unübersichtlich, eng und potenziell gefährlich: Die SP verlangt vom Stadtrat Antworten, wie die Situation in der Hauptunterführung beim Bahnhof zu lösen ist. Eine Option bietet der stillgelegte Posttunnel.
Gianni Amstutz
Zu Stosszeiten kann es in der Bahnhofunterführung eng werden. Die Übersicht ist nicht optimal. (Bild: Gianni Amstutz)

Zu Stosszeiten kann es in der Bahnhofunterführung eng werden. Die Übersicht ist nicht optimal. (Bild: Gianni Amstutz)

Als Angstort wurde sie bereits betitelt und wenn sie in den Schlagzeilen auftaucht, dann oft wegen Gewaltdelikten oder weil sie als unerwünschter Szenetreffpunkt gilt. Der Ruf der Wiler Hauptunterführung ist wahrlich nicht der beste. Nun beschäftigt sich die Politik mit dem Problemort am Bahnhof. Jedoch aus ganz anderen Gründen als man meinen könnte.

Der SP-Stadtparlamentarier Christof Kälin hat eine Interpellation mit dem Titel «Sichere und schnelle Querung des Bahnhofs für Radfahrende, Rollstuhlfahrende und Fussgängerinnen» eingereicht. Und scheint damit einen Nerv getroffen zu haben. Nicht weniger als 26 Parlamentarierinnen und Parlamentarier von links bis rechts unterzeichneten seinen Vorstoss.

Nutzer sind überfordert

«Die aktuelle Situation mit der Mehrfachnutzung der Unterführung Ost, sprich der Hauptunterführung, ist für alle Beteiligten eine unbefriedigende Situation», sagt Christof Kälin. Fussgänger, Rollstuhlfahrer und Velofahrer, sie alle benutzen die Hauptunterführung, was aufgrund enger Platzverhältnisse und schlechter Übersicht auch zu gefährlichen Situationen führen kann und die verschiedenen Nutzer überfordere, wie Kälin sagt. Das weiss der SP-Politiker aus eigener Erfahrung. Wenn er mit dem Velo die Unterführung passiere und gerade ein Zug eingefahren sei, durchmischten sich die Verkehrswege und alle müssten ihren Weg durch die Menge suchen.

Signalisiert ist zwar Schritttempo für die Velofahrer, doch daran hält sich längst nicht jeder. Ein Augenschein an Ort bestätigt das. Während dies am Nachmittag aufgrund des geringen Pendleraufkommens unproblematisch scheint, ist das Risiko eines Unfalls zu den Stosszeiten um einiges höher.

Stillgelegter Posttunnel als Lösung für Velofahrer?

Dabei gebe es eigentlich bereits eine Lösung, sagt Kälin. In der städtischen Velostrategie sei vorgesehen, den alten Posttunnel für Velofahrer als Verbindung zwischen dem Süden und Norden Wils zu nutzen. Dieser verläuft parallel zur Unterführung Ost, ist zurzeit der Öffentlichkeit jedoch nicht zugänglich.

«Trotz Veloinitiative und den dafür gesprochenen Geldern kommt die Stadt seit Jahren nicht vom Fleck», ärgert sich der Interpellant. Kälin will deshalb vom Stadtrat wissen, wie er die Querung des Bahnhofs für Rollstuhlfahrer, Velofahrer und Fussgänger verbessern möchte. Ausserdem erkundigt er sich, ob es Alternativen zum Posttunnel gebe. Weiter will er wissen, mit welchen Kosten zu rechnen ist und in welchem Zeitraum ein allfälliges Projekt realisierbar wäre.

SBB hat bereits Massnahmen ergriffen

Unabhängig von Kälins Interpellation sind in der Hauptunterführung bereits erste Massnahmen umgesetzt worden, welche dieselbe Stossrichtung verfolgen. Denn vor einigen Wochen ist der Recyclingtrennkübel aus der Unterführung verschwunden. Im Rahmen von Kundenbefragungen hätten sich zahlreiche Kunden bei der SBB über die knappen Platzverhältnisse in der Wiler Hauptunterführung beschwert, sagt SBB-Mediensprecher Raffael Hirt. «Um mehr Platz zu schaffen, haben wir darauf diverse Elemente entfernt.»

Unter anderem eben auch die Recyclingkübel, der bis dahin inmitten der Unterführung platziert war. Wer jetzt befürchtet, dass durch die Entfernung der Kübel der ganze Abfall am Boden landet, kann beruhigt sein. «Bis jetzt hat sich kein negativer Einfluss auf die Sauberkeit gezeigt», sagt Raffael Hirt.

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