UNTERHALTUNG: Emotionaler Abschied von der alten Uniform

Die Neuuniformierung der Musikgesellschaft Oberbüren steht bevor. Mit den alten Uniformen sind viele Erinnerungen verbunden. Sie wurden an der Abendunterhaltung verarbeitet. Dabei kamen auch drei andere Vereine zum Einsatz.

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Emotionen pur: Der Pink Panther ist unsterblich in Alina verliebt und weicht ihr nicht mehr von der Seite. (Bild: Marlies Scarpino)

Emotionen pur: Der Pink Panther ist unsterblich in Alina verliebt und weicht ihr nicht mehr von der Seite. (Bild: Marlies Scarpino)

Die neue Uniform war das grosse Thema an diesem Abend im Oberstufenzentrum Thurzelg. Egal ob im Programmheft, in den Ansagen oder im Musikprogramm: «In 119 Tagen ist es so weit», freut sich Lukas Künzle, Präsident der Musikgesellschaft Oberbüren und OK-Präsident der Abendunterhaltung. Seit 20 Jahren spielen die Musikerinnen und Musiker in ihrer «bald alten» Uniform. Dass damit auch viele Geschichten und unvergessliche Erinnerungen verbunden sind, daran liess die Moderatorin Sina Gradenecker keine Zweifel aufkommen.

Das Programm war eine musikalische Reise durch diese Erinnerungen, eben «Best of MGO». Stück für Stück spielte die Musikgesellschaft, die Geschichten dazu erzählte die Moderatorin. Geleitet wurde die Musik­gesellschaft von Patrick Arnold.

Der unsterblich verliebte Pink Panther

Teilweise in gleicher Besetzung eröffnete das Jugendensemble Oberbüren-Niederwil den musikalischen Abend, unter Leitung von Jérôme Rickli. Die Jugendlichen erzählten die Geschichte des verliebten Pink Panther. Ob es ihm gelingt, Alina für sich zu gewinnen? Nach dem Einstieg mit dem Thema aus dem Film führte sein Weg zum Herz der Angebeteten, über «Sweet Caroline» von Neil Diamond und «I Just Called To Say I Love You» von Stevie Wonder. Schliesslich verliessen die Verliebten Hand in Hand die Bühne. Oder um es musikalisch zu formulieren: «Just a Gigolo» von David Lee Roth. Die Geschichte erzählte Isabelle Wild aus dem Hintergrund. Doch passend zur Zugabe brachte der Pink Panther seine Alina wieder zurück, um nicht mehr von ihrer Seite zu weichen. Lukas Künzle lobte Jérôme Rickli. Er schaffe es Jahr für Jahr in neuer Besetzung, das Jugendensemble weiterzubringen. Dafür erhielt er von den rund 400 Besuchern Applaus.

Zusammenarbeit der Vereine

Ein doppeltes Gastspiel gab der Jodelclub Aelpli aus Niederwil. Den Auftritt der Musikgesellschaft ergänzten die Jodler mit einem musikalischen Vortrag, ehe sie wieder «hinter den Kulissen» auftraten – im Service. Unterstützung erhielten die gastgebenden Musikerinnen und Musiker auch vom Männerchor. Deren Mitglieder sorgten in der Küche für das leibliche Wohl der Gäste. Später kamen noch die über 30 Mitglieder der Musikgesellschaft zum Arbeitseinsatz. Diese Zusammenarbeit hat Tradition. «Man hilft sich gegenseitig», betont Lukas Künzle, denn die Durchführung einer solchen Veranstaltung sei arbeitsintensiv. Aber die jährliche Abendunterhaltung ist für die Musikgesellschaft Oberbüren als Einnahmequelle wichtig, vor allem wenn eine Neuuniformierung bevorsteht, deren Finanzierung nicht abgeschlossen ist.

Thomas Riesen

redaktion@wilerzeitung.ch