«Unkraut vergeht nicht»

Zwölf Jahre nach ihrem ersten Konzert in der «Eintracht» kehrte die Luzerner Band Dada Ante Portas am Freitagabend mit ihrem siebten Album zurück.

Bettina Kürsteiner
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Dada Ante Portas spielte mit Freude und Herzblut in der «Eintracht». (Bild: bek.)

Dada Ante Portas spielte mit Freude und Herzblut in der «Eintracht». (Bild: bek.)

KIRCHBERG. Das Konzert war schon Tage zuvor restlos ausverkauft. Dada Ante Portas hatte einen gewaltigen Ansturm auf die «Eintracht» Kirchberg ausgelöst. Mit Masken, die sie selbst als alte Männer darstellten, betraten sie die Bühne und starteten passend dazu mit «Bad Weeds Grow Tall» (Unkraut vergeht nicht) in den Abend – Songtitel und Titel ihres neuen Albums in einem. «Wir sind schon so lange im Musikgeschäft, dass wir etwas alte Säcke geworden sind. Aber Unkraut vergeht ja nicht», erklärte Pee Wirz nach dem Konzert schmunzelnd.

Neues und Altes

Die Songliste war ein Mix aus älteren Stücken wie «I Would Give You My Love», «She Cries For Someone Else», «Taking Your Love» und Songs von der neuen CD wie «Bad Things», «Clarity», «Catcalled» oder «Leave a Light On». Von rockig bis sehr gefühlsbetont war alles dabei. «Gewisse Songs spielen wir heute abend erst zum zweitenmal vor Publikum», sagte Pee Wirz. Dementsprechende kleinere Textaussetzer wurden deshalb mit Humor genommen und von Gitarrist Lukas Bachmann elegant überbrückt. Klassiker wie «Mexico» lösten unter dem Publikum begeisterte Zurufe und Pfiffe aus.

Totale Begeisterung

Andy Peissard aus Turbenthal war so begeistert, dass er mitten auf der Bühne mittanzte. «Ich bin seit Jahren ein grosser Fan», sagte er strahlend. «Die Location ist super, die Band bietet einen rassigen Sound, und die Musik kommt von Herzen.» In der Zugabe kamen nochmals zwei Stücke von der neuen Platte. «I'm All Right, Jack» und zum Schluss ein Song, der Power in sich hatte – «Burrito». «Die neuen Songs gefallen mir sehr, da sie zu vielen Situationen passen», so das Fazit von Isabelle Truniger aus Kirchberg. Nebst der aktuellen Tour plant die Band, im Sommer auf Festivals zu spielen und im Herbst wieder auf Tour zu gehen. Danach sei alles offen.