Unia: «Vor allem konjunkturbedingt»

Bei der Gewerkschaft Unia kennt man die Problematik mit auflaufenden Überstunden auf dem Bau. Für Mediensprecher Nico Lutz liegt die Ursache nur zu einem Teil im idealen Bauwetter: «Vor allem ist das Problem konjunkturbedingt», sagt er. Er verweist auf die Überstundenstatistik des Bundes.

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Bei der Gewerkschaft Unia kennt man die Problematik mit auflaufenden Überstunden auf dem Bau. Für Mediensprecher Nico Lutz liegt die Ursache nur zu einem Teil im idealen Bauwetter: «Vor allem ist das Problem konjunkturbedingt», sagt er. Er verweist auf die Überstundenstatistik des Bundes. «Die grösste Zunahme findet sich im Baugewerbe», so Lutz. In den vergangenen Jahren habe der wirtschaftliche Druck stark zugenommen. Arbeiten müssten zu immer günstigeren Preisen und entsprechend in immer kürzerer Zeit ausgeführt werden. Die jüngsten Zahlen des Baumeisterverbandes bestätigten dies, sagt Lutz: «Mit 3,5 Prozent weniger Personal wird 3,1 Prozent mehr Leistung erbracht – das macht die Leute kaputt.» In Sachen Schlechtwetter hatten die Gewerkschaften mit dem Baumeisterverband einen Vorschlag für einen Schlechtwetterfonds erarbeitet. Dieser hätte Lohnausfälle sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber gedeckt. Leider habe, so Nico Lutz, der Baumeisterverband im November diesen Vorschlag zurückgezogen. Auch deshalb seien die Verhandlungen vorerst gescheitert. (mf.)