UNERWÜNSCHT: Gegen «Himmelslaternen»

Die Gemeinde Niederbüren wendet sich gegen das Steigenlassen von sogenannten «Himmelslaternen».

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Bei Festvorbereitungen erhalte die Behörde vermehrt Bewilligungsanfragen für «Himmelslaternen». Diese Nachfrage sei lobenswert und verantwortungsvoll. «Die Gemeinde kann das Steigenlassen von Himmelslaternen aber nicht bewilligen», heisst es dazu im Gemeindemitteilungsblatt. Die Sorgfaltspflicht liege bei jedem Einzelnen, und bei den Umgebungsverhältnissen eines Veranstaltungsortes könne es kaum verantwortet werden. Bestünde doch in allen Flugrichtungen Brandgefährdung für benachbarte Siedlungen und Anlagen. Wenn eine «Himmelslaterne» Ursache für einen Gebäude-, Hof- oder Waldbrand werde, folge ein Strafverfahren wegen «Verursachens einer Feuersbrunst» mit tragischem Ausgang für Festveranstalter oder Mitglieder der Festgesellschaft. Verkauf und Konstruktion von Himmelslaternen seien nicht verboten, weil es Orte geben könne, wo ein Steigenlassen verantwortbar wäre (beispielsweise auf einem See oder am Strand mit Flugwind Richtung bootfreies Wasser). Die abgebrannten Himmelslaternen könnten meist nicht gefunden werden, und dadurch bleibe Abfall wie etwa Draht liegen. Ähnliche Gefahren und Umweltbelastungen gälten auch für Feuerwerke. «Es bleibt zu hoffen, dass ein Fest in Niederbüren deswegen nicht auf das weite Meer oder ins Gebirge über die Waldgrenze verlegt werden muss», hält Gemeindepräsident Niklaus Hollenstein nicht ohne Ironie fest. (red)