Unentschieden gegen Schlusslicht ist nicht genug

FUSSBALL. In der interregionalen 2.-Liga-Fussballmeisterschaft hat der FC Wil U20 am Samstag auswärts beim Tabellenschlusslicht Chur 97 nur ein 2:2-Unentschieden realisiert. Die Wiler Tore erzielten Stephane Eba Eba und Jan Breitenmoser.

Johannes Kaufmann
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FUSSBALL. In der interregionalen 2.-Liga-Fussballmeisterschaft hat der FC Wil U20 am Samstag auswärts beim Tabellenschlusslicht Chur 97 nur ein 2:2-Unentschieden realisiert. Die Wiler Tore erzielten Stephane Eba Eba und Jan Breitenmoser. Die «Zufriedenheit» im Wiler Lager hielt sich bei diesem Resultat verständlicherweise in Grenzen.

Beide Trainer nicht glücklich

Nach einem unentschieden verlaufenen Fussballspiel stellt sich oft die Frage, ob es sich nun um einen gewonnenen oder zwei verlorene Punkte handelt. Im Anschluss an die 2:2 zu Ende gegangene Meisterschaftspartie in der 2. Liga interregional von Wil II bei Chur 97 am Samstag herrschte darüber Einigkeit in beiden Lagern. Sowohl Chur-97-Trainer Thomas Waser als auch sein Antipode Dominic Zurkirchen waren mit dem Verdikt nicht glücklich. «Ein Zähler ist ganz klar zu wenig», sagte Zurkirchen. Er stellte zu Recht fest, «dass wir genügend Torchancen besassen, um das Spiel zu entscheiden». Ihre beste Phase in einem vom Kampf geprägten Spiel besass die Gästeequipe unmittelbar vor der Pause, als Robin Estermann und Rilind Ljumani ihre einwandfreien Torchancen ungenutzt liessen. «Wir stellen eine junge Mannschaft und müssen dementsprechend halt auch Lehrgeld zahlen», analysierte Zurkirchen.

Kommando übernommen

Wil geriet in der siebten Minute früh ins Hintertreffen. Michael Caluori, der in der Winterpause vom FC Balzers zu Chur 97 gewechselt hatte, traf zum 1:0 fürs Heimteam, das durch den Führungstreffer jedoch keinerlei Stilsicherheit erlangte. Stattdessen übernahmen die Gäste das Kommando. Stephane Eba Eba, der auffälligste Spieler auf dem Feld, überwand in der 27. Minute den verdutzten Churer Torhüter Rinaldo Ryffel mit einem Sonntagsschuss aus rund 25 Metern zum gemessen an den Spielanteilen hochverdienten Ausgleichstreffer. «Der Schuss hatte eine total verrückte, nicht zu berechnende Flugbahn. Er war nicht zu halten», sagte Ryffel.

Führungstreffer reichte nicht

Im zweiten Durchgang nutzte Jan Breitenmoser in der 51. Minute Churer Abwehrschwächen zur 2:1-Führung für Wil. Breitenmoser durfte nach einem Steilpass alleine auf Ryffel losstürmen. Trotz der nun sehr guten Ausgangslage reichte es für die Zurkirchen-Elf nicht zum Sieg. Eric Chef Tia glich mit einem sehenswerten Slalomlauf vorbei an vier, fünf Wiler Abwehrspielern in der 65. Minute zum 2:2 aus. Zurkirchen ärgerte sich über dieses Gegentor. «Ich wies in der Halbzeitpause nochmals auf die Qualitäten von Chef Tia hin. Trotzdem liessen wir uns von ihm vorführen.»

Kein wertvoller Punkt

So blieb am Ende wie erwähnt ein bitteres Wiler-Fazit des Dienstausflugs nach Chur. Immerhin gelang nach der 1:4-Niederlage am Ostermontag in Mels eine Reaktion. Der eine Punkt in Chur lässt Wil im Abstiegskampf in der Gruppe 6 aber nicht wirklich durchatmen.

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