Und die Alten und Gehbehinderten?

«Kein Gratisparkieren», Ausgabe vom 12. Juli

Margrith Fässler, Niederuzwil
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Gibt es in der Schweiz ein Gemeindehaus ohne einen Parkplatz vor oder beim Gebäude? Gäbe es ein Preisausschreiben für diese Leistung, würde Uzwil glatt den ersten Platz erhalten. Wo aber bleiben die alten und gehbehinderten Leute, die auf einen direkten Parkplatz angewiesen sind? Oder müssen sie lernen E-Bike fahren, damit sie das neue Gemeindehaus besuchen können oder müssen? Oder gibt es neu einen Hauslieferdienst wie bei der Post?

Energiestadt ja, aber nicht nur für die alten und gehbehinderten Leute. Die Veloständer würden besser an die Schöntalstrasse gehören. Dort wurden der Strasse entlang Parkplätze erstellt für junge Berufsschüler, Nacht-und Wochenendparkierer. Jeder zweite Berufsschüler fährt mit dem Auto vor. Die Berufsschule ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln super erschlossen und Velofahren täte auch manchen jungen Berufsschülern gut. Während der Schulferien stehen diese Parkplätze tagsüber praktisch leer. In der Nacht und am Wochenende sind sie von Wildparkierern belegt, da sie gratis zur Verfügung stehen und man am Wohnort keinen Abstellplatz mieten muss.

Vielleicht sollte man in der Gemeinde Uzwil eine Nacht- und Wochenende-Parkgebühr einführen und mit diesem Geld beim neuen Gemeindehaus zwei bis drei Gratisparkplätze für zehn Minuten erstellen. Das wäre eine Leistung, auf die Uzwil und das neue Gemeindehaus stolz sein könnten!

Margrith Fässler, Niederuzwil