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Unbequeme Flawiler Ruhebänkli: Erste Korrekturmassnahmen greifen zu wenig

Der Bitumenbelag ist eingebaut, die Terrainhöhe am Flawiler Bahnhof fix. Doch die meisten Ruhebänke bleiben zu hoch. Zur Verbesserung des Sitzkomforts sind weitere Nachbesserungen nötig.
Andrea Häusler
Vergangene Woche wurde der Deckbelag eingebaut. Die Auswirkungen auf die Höhen der Ruhebänke ist unterschiedlich, mehrheitlich aber nicht ausreichend - man beachte den sitzenden Herrn, dessen Füsse den Boden nicht erreichen. (Bilder: Andrea Häusler)

Vergangene Woche wurde der Deckbelag eingebaut. Die Auswirkungen auf die Höhen der Ruhebänke ist unterschiedlich, mehrheitlich aber nicht ausreichend - man beachte den sitzenden Herrn, dessen Füsse den Boden nicht erreichen. (Bilder: Andrea Häusler)

Zu hoch, zu tief, zu reparaturanfällig, zu unterhaltsintensiv und ohne Armlehnen: Die neuen Ruhebänke am Flawiler Bahnhofplatz polarisieren. Das attraktive Design kompensiert nicht die augenscheinlichen Defizite in der Nutzerfreundlichkeit. Die kritischen Stimmen sind auch Wochen nach der Fertigstellung der Sitzgelegenheiten beim Bushof nicht verstummt, und sie dürften weiterhin hartnäckig Korrekturen fordern. Denn die Terrainerhöhung durch den Einbau des Bitumenbelags in der vergangenen Woche genügt nicht, um die Sitzhöhe der Mehrzahl der Bänke auf ein Normniveau zu reduzieren. Ein Beispiel: Drei der vier auf der Ostseite des Areals geschaffenen Bänke sind nach wie vor höher als 50 Zentimeter. Dies im Vergleich zur meistverbreiteten Sitzhöhe von 46 Zentimetern.

Defekt: Bei der Bank auf der Südwest-Seite, beim Migrolino, wurde eine Sitzrostlatte aus der Verankerung gelöst.

Defekt: Bei der Bank auf der Südwest-Seite, beim Migrolino, wurde eine Sitzrostlatte aus der Verankerung gelöst.

Auslegeordnung und verschiedene Ideen

Elmar Metzger, Gemeindepräsident und Vizepräsident der Baukommission, relativiert: «Der Einbau der Bitumenschicht hat die Situation bereits verbessert. Weitere Massnahmen werden zurzeit geprüft.» Metzger spricht von verschiedenen Ideen, die man im Hinterkopf habe, will diese jedoch noch nicht im Detail erläutern. Eine Auslegeordnung durch den Gemeinderat werde Aufschluss darüber geben, was geprüft, was machbar und was davon umgesetzt werde. Metzger ist zuversichtlich, dass die Bevölkerung letztlich Sitzgelegenheiten haben wird, die sowohl jungen als auch älteren Menschen ein bequemes Verweilen (und müheloses Wiederaufstehen) ermöglichen. Wie das erreicht werden soll, will der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt in einer Gesamtschau aufzeigen.

Reinigungsaufwand nicht grösser als anderswo

Was das Design und der Qualität der Ruhebänke anbelangt, wehrt sich Elmar Metzger gegen kritische Stimmen. Das Design passe bestens zum Gesamtkonzept des Bahnhofplatzes. Viel besser jedenfalls als eine Standardbank aus dem Katalog, sagt er. Metzger macht deutlich, dass er mit dieser Beurteilung nicht alleine stehe. Dies hätten ihm zahlreiche positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung gezeigt. Auch sei der Aufwand zur Beseitigung von Abfällen zwischen den Holzlatten am Bahnhofplatz nicht grösser als jener bei anderen Bänken. Dies habe eine entsprechende Rückfrage beim Leiter Unterhaltsdienstergeben. Und was die gelöste Verschraubung am Holzrost betreffe, würden in Bezug auf die Befestigung Optimierungs- varianten geprüft. Leider müsse im öffentlichen Raum mit Beschädigungen durch Beanspruchung oder unsorgfältigen Umgang gerechnet werden – hier wie überall.

Fokus auf das Design gerichtet

Auf dem reduzierten, modernen Design der Ruhebänke, dem verbreitet unbestrittenen Plus der Sitzgelegenheiten, hat offenbar auch der Fokus der Gestalterin im St.Galler Architekturbüro Tom Munz gelegen. Und wohl auch jener des Architekturberaters, der Baukommission sowie des Gemeinderats. Wer letztlich die Verantwortung für den misslungenen Kompromiss zwischen Optik und Nutzungskomfort zu tragen hat, bleibt unklar. Dazu wollte sich Elmar Metzger nicht äussern.

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