Unangefochten zur Titelverteidigung

An den Leichtathletik-Schweizer-Meisterschaften in Frauenfeld sicherte sich Elisabeth Graf vom TV Lütisburg im Diskus die erwartete Goldmedaille. Im Kugelstossen und Hochsprung setzte es für sie je Platz fünf ab. Auch Selina Büchel durfte sich über Edelmetall freuen.

Urs Huwyler
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Elisabeth Graf vom TV Lütisburg verpasste im Hochsprung die Bronzemedaille knapp. (Bild: Urs Huwyler)

Elisabeth Graf vom TV Lütisburg verpasste im Hochsprung die Bronzemedaille knapp. (Bild: Urs Huwyler)

LÜTISBURG. Eigentlich hätte Elisabeth Graf nach dem ersten Diskuswurf ihre Tasche packen können und den Rest des Wettkampfs an einem verregneten Tag in der Festwirtschaft verfolgen können. An ihre 46,88 m kam keine Athletin heran. Nur die Kronfavoritin selbst bestätigte mit 47,66 im zweiten Versuch die erneute Titelverteidigung. «Diskus-Elli» lag für den Rest der Schweiz ausser Reichweite.

Im Kugelstossen lag Graf nach dem ersten Durchgang ebenfalls in Führung (13,02 m) und vor dem letzten Stoss auf Position zwei. Es wurde Rang fünf. Ein Trio, dem Linda Züblin angehörte, hatte die eigene Bestweite bis zum Schluss aufgespart. Der fünfte Platz in der Zweitdisziplin kam aufgrund der Vorleistungen nicht überraschend, der Wettkampfverlauf liess Graf jedoch lange auf eine zweite Medaille hoffen. Im Hochsprung sprang die kugelstossende Diskuswerferin bei 1,74 m auf Podestplatzkurs. 1,77 m beendete den Höhenflug auf Rang fünf. Die persönliche Saisonbestleistung hätte der Ex-Bobfahrerin und Siebenkämpferin zu Bronze gereicht. Einmal Gold und zweimal Fünfte war somit ihre Ausbeute.

Silber für Büchel

Auch für die andere Mosnangerin, Selina Büchel, verlief der Anlass erfolgreich. 16 Tage vor Beginn der Heim-EM in Zürich gab sie eine weitere Kostprobe ihrer Klasse. Statt in einem wettkampfmässigen Training Gold über 800 m abzuholen, wagte sich die Toggenburgerin über 400 m, gewann den Vorlauf auf den letzten Metern mit persönlicher Bestzeit (55,08) und blieb trotz der Freude über die eigene Leistung Realistin. «Gold liegt nicht drin. Doch hinter Lea Sprunger scheint viel möglich. Ich habe noch Reserven. Morgen laufe ich unter 55 Sekunden», fasste sie ihren ersten Auftritt über die Kurzdistanz zusammen.

So kam es an ihrem 23. Geburtstag. Lea Sprunger gewann, die 23jährige Büchel lag bis 50 m vor dem Ziel im Kampf um die Medaillen leicht zurück, gab wie üblich nicht auf, hielt das Tempo durch und lief durch den Schlusssprint in 54,78 zu Silber.

Positive Entwicklung

Drei Jahre versuchte sie, eine Zeit unter 55 Sekunden zu knacken. In Frauenfeld war es soweit. «Der Formaufbau für die EM stimmt. «Anfang Saison hatte ich Mühe, nun zeigt die Kurve deutlich nach oben. Bis Zürich sollte ich bereit sein.»

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