Umzug nach Mogelsberg steht an

An der Vereinsversammlung der Heilpädagogischen Vereinigung Gossau-Untertoggenburg-Wil wurde auch das Bauprojekt HPS 3 thematisiert. Weil das Wohnheim während zwölf Monaten umgebaut wird, muss gezügelt werden.

Christine Gregorin
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UZWIL. Auf mühsam-holprigem Weg befindet sich nach wie vor das Bauprojekt HPS 3. In dessen Zentrum steht die Schaffung von Ersatzraum für die bislang schulisch genutzten, inzwischen aber baufälligen Provisorien im ehemaligen Kirchgemeindehaus mitsamt Nebengebäude. Hauptverantwortlich für diese Mühsal ist die weiterhin offene Finanzierungsfrage. Mit Verfügung vom 8. Juni 2012 hat der Kanton das Wettbewerbsergebnis für einen Neubau der Werkstätten am Standort Uzwil – mit dem Siegerprojekt der Baenziger Ralph Architekten aus Zürich – genehmigt und dieses für die Ausarbeitung eines Vorprojekts freigegeben. «Ein Neuanfang bietet Hand für Veränderungen», sagte Heimleiter Andreas Spitz. Die Chance, das bestehende Konzept zu überdenken und exakt auf die Bedürfnisse der Bewohnenden zuzuschneiden, biete sich nicht oft. Seit rund einem Jahr laufen die Vorbereitungen für den Umbau des Wohnheims.

Am 8. April ziehen die 26 Betroffenen für die Dauer der zwölfmonatigen Bauphase ins momentan leerstehende Altersheim «Bruggen» in Mogelsberg. Die Logistik vor, während und nach dem Umzug stellt eine enorme Herausforderung für die Verantwortlichen dar.

Auch der Zivilschutz hilft

Weiter gilt es, den emotionalen Faktor nicht zu unterschätzen und den speziellen Gegebenheiten von Menschen mit Behinderung gerecht zu werden. Am «Tag X» werden überdies zahlreiche helfende Hände gebraucht. Aufgrund des für diese Zeitspanne anberaumten Ferienstops für das Personal, und mit Hilfe der tatkräftigen Unterstützung der Zivilschutzorganisation Uze, sollte aber alles klappen.

Ansonsten gab es am Mittwochabend viel Positives zu berichten. «In unserer Institution läuft es in sämtlichen Bereichen und auf allen Ebenen gut. Es herrscht ein konstruktives Klima, was letztlich einer vertrauensvollen Zusammenarbeit dient. Bewohnende sowie Mitarbeitende fühlen sich insbesondere in Bezug auf Betreuung, Wohnen, Essen und Arbeiten wohl und zufrieden», sagte Paul Schwizer in seinem Jahresbericht.

Gewinn erwirtschaftet

Dank umsichtigem Wirtschaften stehe die Einrichtung auf gesunden Beinen und die Jahresrechnung 2012 schliesst mit einem Gewinn von fast 820 000 Franken ab. Folgende Sonderfaktoren spielten eine Rolle: Ein restriktiver Unterhalt der Liegenschaft Fichtenstrasse wie auch ein zurückhaltender Einkauf von Verbrauchsmaterial angesichts des anstehenden Umbaus und eine gute Auslastung im Wohnheim, sagte der Präsident.

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