Umstrittenes Frühfranzösisch

Grosser Rat Thurgau

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Vorschau auf die Grossrats­sitzung vom Mittwoch

Am nächsten Mittwoch schaut die ganze Schweiz nach Frauenfeld. Beim zweiten Traktandum geht es um «die Änderung des Gesetzes über die Volksschule». Darin soll der Französischunterricht erst in der Sekundarstufe beginnen. Kantonsrat Urs Schrepfer aus Busswil hat die vorberatende Kommission geleitet. In die Kommissionsarbeit sind wir erst in der dritten Sitzung eingetreten. Das wird auch im Grossen Rat eine spannende Diskussion geben. Tritt der Grosse Rat auf das Geschäft nicht ein, so bleibt alles wie bisher. Nach einem Eintreten können alle Argumente für oder gegen das Frühfranzösisch besprochen sowie über den Gesetzestext beraten werden. Aus meiner Sicht sollte das Frühfranzösisch zu Gunsten einer intensiveren Schulung der deutschen Sprache gestrichen werden.

Als drittes wird über «die Änderung des Gesetzes über die Familienzulage» beraten. Hier wird voraussichtlich nicht darauf eingetreten, da viele diese zusätzliche Unterstützung der Familien, aber auch die zusätzliche Belastung der Arbeitgeber nicht gutheissen.

Als viertes wird über «eine Standesinitiative zum Ausschluss des Palmöls aus dem Freihandelsabkommen mit Malaysia» gesprochen. Wie viel Gewicht unsere Debatte im Thurgau haben wird, ist noch fraglich.

Als letztes wird über die Motion «Anpassung des Gesetzes über die öffentlichen Ruhetage» beraten. Hier sollen die restlichen fünf Feiertage nicht mehr als Ruhetage gelten. Der Regierungsrat will diese Feiertage als Ruhetage beibehalten. Er gewichtet die Achtung der christlichen Werte und das Ruhebedürfnis der Bevölkerung höher.

Iwan Wüst-Singer

Die Wiler Zeitung bietet den Kantonsrätinnen und Kantonsräten des Bezirks Münchwilen die Möglichkeit, sich vor und nach den Sitzungen des Grossen Rates zu den Geschäften zu äussern.