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UMSETZUNG: «Mir sind mit em Velo do»

Einem fröhlichen Volksfest gleich wurde am Samstag der Radweg Henau–Niederstetten eingeweiht. Das Projekt geht zurück auf eine Initiative aus dem Jahr 2003. Initiator Armin Benz hat die holprige Entwicklung humorvoll in ein Lied verpackt.

«Drei, zwei, eins!» – Konzentriert durchschneiden Niederstetter Kinder ausgangs Henau das Band und eröffnen damit offiziell den Radweg. Während die Mädchen und Buben anschliessend in die Pedalen treten, setzt sich der Tross hinter ihnen gemächlicher in Bewegung: das vierplätzige Velo mit Mitgliedern des Initiativkomitees, ganze Familien, Senioren, Mitglieder des Kunstradfahrervereins und, vom VMC Algetshausen, Erwin Eisenring mit seinem selbst gebauten Hochrad.

Es sei gut zu wissen, dass die Kinder nun besser geschützt seien, sagt die dreifache Mutter Petra Zahner. Zudem würden die Lastwagen nicht mehr so schnell fahren und könnten nur noch an den Ausweichstellen kreuzen. Doppelte Freude hat Toni Wirth. Der Unterstufenschüler hat zum neuen Radweg noch ein nigelnagelneues Velo bekommen. Auf dem Schulweg hat er schon Rehe, Fuchs und Hase gesehen.

Inzwischen ist auch die übrige Gästeschar vor der «Traube» in Niederstetten angekommen. Mit den Dorfbewohnern stimmen weit über hundert Gäste in den Radwegsong ein. Armin Benz, der sich seit der Einreichung der Radweg-Initiative im April 2003, damals noch als Präsident der CVP, beharrlich für die Schulwegsicherheit der Niederstetter Kinder einsetzte, hat die holprige Entwicklung des Projekts humorvoll in einen Liedtext verpackt.

Auch René Wirth ist angesichts der langen Zeitspanne zwischen Einreichung der Initiative und Radwegfertigstellung das Lachen nicht vergangen. Seine vier Kinder sind zwar dem Schulalter entwachsen, für das Dorf ist ein sicherer Radweg aber auf jeden Fall ein Pluspunkt. Augenzwinkernd erwähnt er die Bauzeit bedeutungsvoller Bauprojekte: zehn Jahre für den 17 Kilometer langen Gotthardstrassentunnel, 17 Jahre für den 57 Kilometer langen Basistunnel, ein Jahr für die zwei ­Kilometer Radweg Henau–Niederstetten. Benz versichert, dass man sich auch für die Weiterführung des Radwegs nach Schwarzenbach einsetze. «Kommt nach Niederstetten, besucht uns mit dem Velo», richtet sich Wirth an die gut gelaunten Gäste. In der lauschigen Gartenbeiz der «Traube», die neu von Daniela Dietiker geführt wird, lässt es sich wunderbar Rast machen.

Kathrin Meier-Gross

redaktion@wilerzeitung.ch

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