Umfahrung: Keine Verzögerung

BÜTSCHWIL. An einer ausserordentlichen Bürgerversammlung in Bütschwil wurden der Erschliessung der Brauereiwiese und der Verlegung des Rüdbergbachs zugestimmt.

Martina Signer
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103 Stimmbürger nahmen an der ausserordentlichen Bürgerversammlung in der Bütschwiler Turnhalle Dorf teil. (Bild: Martina Signer)

103 Stimmbürger nahmen an der ausserordentlichen Bürgerversammlung in der Bütschwiler Turnhalle Dorf teil. (Bild: Martina Signer)

Der Bau der Umfahrungsstrasse in Bütschwil ist in vollem Gang. Damit keine Verzögerungen entstehen, muss der Rüdbergbach sobald als möglich verlegt werden. Er würde das Trassee der Umfahrung tangieren. Deshalb musste für dieses Geschäft am Dienstagabend eine ausserordentliche Bürgerversammlung stattfinden. 103 Stimmbürger waren der Einladung des Gemeinderats in die Turnhalle Dorf gefolgt. Es wurde über die Erschliessung der Brauereiwiese befunden. Da es bereits an die 30 Bewerber für das entstehende Bauland in der Wohnzone gibt, musste auch dieses Geschäft mit Kosten von knapp 1,14 Millionen Franken möglichst rasch verabschiedet werden.

Sparsamer Umgang mit Bauland

Zum Projekt Erschliessung Brauereiwiese kamen vor allem Fragen nach der Parzellierung auf. Gemeindepräsident Karl Brändle betonte, dass diese noch nicht definitiv sei und sich der Gemeinderat nochmals damit auseinandersetzen müsse. Allerdings wolle man nicht, dass später ein Bewohner gleich im Garten der nächsten Liegenschaft stehe, wenn er nach draussen gehe. Nur 9 von 103 anwesenden Stimmbürgern waren gegen dieses Projekt. So kann im Februar oder März 2016 mit der Erschliessung begonnen werden.

Auch das Projekt Verlegung Rüdbergbach wurde angenommen, holte aber 16 Gegenstimmen ab, obwohl die Gemeinde von den Gesamtkosten (1,768 Millionen Franken) nur 288 400 Franken trägt. Die restlichen Kosten werden von Bund und Kanton durch Kantonsbeiträge aus Umfahrung und Kantonsstrasse sowie vom Baukonsortium Rüdberg getragen.

Fast überschwemmt

Die Hochwasser-Gefahrenkarte zeigt eine erhebliche Gefahr eines Jahrhunderthochwassers im Bereich Rüdbergbach auf. Allerdings wollte ein Votant wissen, ob der Rüdbergbach überhaupt je Hochwasser führen würde. Ein Anwohner antwortete: «Würden die Bewohner nicht immer schleunigst reagieren, wenn viel Regen fällt, wäre das Dorf in den vergangenen 20 Jahren schon einige Male überschwemmt worden.» Und schliesslich, so ein weiterer Votant, dürfe auch der ideelle Wert eines offengelegten Baches nicht unterschätzt werden.