Nach drei Titeln in Serie:
Umbruch beim Tischtennisclub Wil

Wil startet am Wochenende mit einer Doppelrunde in die neue NLA-Saison. Nach dem Abgang von Topspieler Andrew Rushton passt der Club die Strategie an: Vermehrt setzt er wieder auf Schweizer Talente.

Monika Frey Mäder
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Von Elia Schmid, dem Schweizer Einzel-Meister von 2014 und 2018, erhofft sich der Tischtennisclub Wil einiges. (Bild: PD/Niels Menko)

Von Elia Schmid, dem Schweizer Einzel-Meister von 2014 und 2018, erhofft sich der Tischtennisclub Wil einiges. (Bild: PD/Niels Menko)

Nachdem die Feierlichkeiten zum Gewinn des dritten Meistertitels in Folge vorbei waren, begannen bei Wil die Gespräche zur Saisonplanung 2018/19. Teamchef Christian Hotz holte die Schweizer Spieler Elia Schmid und Simon Schaffter an Bord. Sie sollen Andrew Rushton ersetzen und zeitweise auch Matiss Burgis. Seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hat derweil Fredrik Möller, er steht jedoch nur als Ersatzmann zur Verfügung.

Die Verpflichtung des amtierenden und zweifachen Einzel-Schweizermeisters Schmid freut Hotz besonders. Schliesslich sicherte Hotz zusammen mit Schmid den Meistertitel im Männer-Doppel im vergangenen Jahr. Wil wird von Schmids Erfahrung und seinem Ehrgeiz profitieren.

Mit Schaffter weiteres Talent verpflichtet

Nachdem feststand, dass Rushton seinen Vertrag mit Wil aus beruflichen Gründen nicht mehr verlängerte, musste der NLA-Club handeln. Hotz und der Vorstand entschieden sich zu einem Strategiewechsel: Nach drei erfolgreichen Jahren will der Verein in der ersten Mannschaft wieder vermehrt auf Schweizer Talente setzen. So wird auch Simon Schaffter das Team verstärken. Er ist als A19-Spieler klassiert – einen Platz hinter der besten Ranking-Position A20.

Möller und Burgis werden weiterhin für die Äbtestädter Punkte sammeln, sofern ihre beruflichen Verpflichtungen dies zulassen. Hotz und seine neue Mannschaft starten laut Angaben des Vereins motiviert und gut vorbereitet in die Saison.

Viele starke Teams, kein klarer Favorit

Ob Wil den Meistertitel zum vierten Mal in Serie gewinnen kann, bleibt abzuwarten. Das Niveau in der obersten Spielklasse ist jedenfalls hoch. Zudem haben viele NLA-Clubs teilweise gewichtige Veränderungen in ihren Kadern vorgenommen. Rio-Star Muttenz stellt wiederum eine starke Equipe mit drei A20-Spielern und wird vorne mitspielen. Meyrin verpflichtete den ehemaligen Wiler Topspieler Rushton. Unklar ist allerdings, wie oft er wegen seines Berufs mittun kann.

Die wahre Spielstärke der beiden welschen Vereine ZZ-Lancy und Veyrier ist schwer einzuschätzen. Auf dem Papier sind beide Teams mit zwei A20- und einem A19-Spieler gleich stark besetzt.

Lancy am Samstag, Lugano am Sonntag

Lugano neu mit Williams Lugano gehört wie jedes Jahr zu den ambitionierten Mannschaften, denn Csaba Molnar und Simone Spinicchia werden neu von Andrew Williams (A18) unterstützt. Wenn Williams seine Spiele gegen die Nummer drei der Teams gewinnt, werden die Tessiner ganz vorne mitmischen. Gespannt darf man auf Aufsteiger Wädenswil sein. Die Zürcher werden mit drei A20-Spielern ins Rennen steigen.

Wil eröffnet die neue NLA-Saison gleich mit zwei Heimspielen in der Sporthalle Lindenhof. Die erste Begegnung findet am Samstag, 15 Uhr, gegen ZZ-Lancy statt. Am Sonntag treffen die Wiler auf Mitfavorit Lugano.

Zweite Mannschaft Wils: Sieg und Niederlage

Im Gegensatz zu den NLA-Teams haben jene aus der drittobersten Liga, der NLC, ihre ersten Spiele bereits bestritten. So auch die zweite Equipe Wils mit den Stammspielern Patrick Fust, Fabian Kull, Daniel Peter und Thomas Wegmann. Nach dem 6:4-Sieg gegen Kloten in Runde eins ging die Zweitrundenpartie gegen die Young Stars 1:9 verloren. (mfm)