UMBAU: Zwei Warteplätze für Postautos

An der Zuzwiler Herbergstrasse soll bei der Haltestelle Industrie eine neue Umsteigeanlage für die Postautos entstehen. Ein dafür nötiger Zusatzkredit ist bewilligt.

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Postautos warten künftig nicht mehr auf der Strasse. (Bild: Simon Dudle)

Postautos warten künftig nicht mehr auf der Strasse. (Bild: Simon Dudle)

Für Postautobenutzer ändert sich in Zuzwil einiges. Auf der Unterdorfstrasse wird die Bushaltestelle Schule bei der ehemaligen Post, welche heute als Umsteigeknoten genutzt wird, zur normalen Fahrbahnhaltestelle umfunktioniert. Als neuer Zuzwiler Umsteigeknoten wird im Gegenzug die Haltestelle Industrie an der Herbergstrasse ausgebaut.

Dort entsteht eine Umsteigeanlage. Voraussetzung ist eine Erweiterung der Fahrbahn. Denn die Busse halten künftig nicht mehr auf der Fahrbahn, sondern im Strassenseitenraum. In diesem Bereich können die Chauffeure auch längere Wartezeiten überbrücken, ohne den Verkehr zu beeinträchtigen. Für die neue Umsteigeanlage Industrie in Zuz­wil werden die Bushaltestellen an der Herbergstrasse west- und ostseitig als Buchten gestaltet und behindertengerecht erstellt. Basis für die Grösse der Bushaltebucht bildet die Länge von zwei Normalbussen sowie ein angemessener Abstand dazwischen. Wird die Ein- und Ausfahrtslänge dazugerechnet, beträgt die Gesamtlänge einer Bushaltebucht rund 60 Meter. Damit ein hindernisfreier Ein- und Ausstieg über die Rampe des Busses möglich ist, wurde die Breite des Gehbereichs auf 2,90 Meter festgelegt. Zum Schutz vor Wind und Wetter wird beidseits der Herbergstrasse je ein Personenwarteunterstand erstellt.

Kosten sind höher als ursprünglich erwartet

Die Herbergstrasse wurde 2006 umfassend saniert und ist grundsätzlich noch in einem guten Zustand. Jedoch zeigen sich im Haltebereich beim Belag auf der Höhe Industriestrasse starke Verformungen und Fahrspurrinnen. Der Deckbelag in diesem Bereich wird deshalb gleichzeitig mit dem Bau der Umsteigeanlage ersetzt. Die Arbeiten für den neuen Umsteigeknoten werden mit den verschiedenen Werken koordiniert. Im Bereich der ostseitigen Bushaltebucht muss ein Hydrant versetzt werden und ein Kandelaber verschoben werden.

Für den Bau der Umsteigeanlage wird mit Kosten von rund 365000 Franken gerechnet. Diese liegen gegenüber dem von der Bürgerschaft bewilligten Kredit um 25000 Franken höher. Der Gemeinderat hat einen Nachtragskredit gesprochen. Der Bau von regionalen Bushöfen wird vom Kanton unterstützt. Das kantonale Amt für öffentlichen Verkehr hat auf Basis des Agglomerationsprogrammes einen Beitrag an den neuen Umsteigeknoten in Aussicht gestellt. Der Antrag für die definitive Beitragszusicherung wurde nun gestellt. Die Antwort ist noch ausstehend.

Arbeiten erfolgen im Spätsommer dieses Jahres

Der Gemeinderat hat das Strassenprojekt inklusive Teilstrassenplan genehmigt, wie aus den aktuellen Zuzwiler Gemeindemitteilungen hervorgeht. Die Pläne liegen ab übermorgen Montag bis am Dienstag, 27. Juni, im Gemeindehaus Zuzwil öffentlich auf. Die Realisierung der Umsteigeanlage dauert rund sechs Wochen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im August und September dieses Jahres ausgeführt, sicher aber durch die Firma Zani Strassenbau AG, Wil. Der Verkehr wird dann mit einer Lichtsignalanlage geregelt. (gk)

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