Umbau liess Umsatz schrumpfen

Die Raststätte Thurau AG legt für 2013 die schwächsten Umsatzzahlen seit Jahren vor, konnte den Gewinn aber auf dem Vorjahresniveau halten. Entsprechend wird den Aktionären wiederum eine Dividende von 25 Prozent ausbezahlt.

Andrea Häusler
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Die Treibstoffpreise an der Autobahn sind derzeit gleich hoch oder sogar minimal günstiger als in der Stadt Wil und den umliegenden Dörfern. (Bild: Andrea Häusler)

Die Treibstoffpreise an der Autobahn sind derzeit gleich hoch oder sogar minimal günstiger als in der Stadt Wil und den umliegenden Dörfern. (Bild: Andrea Häusler)

ZUZWIL. Der Grund für die negative Umsatzentwicklung liegt im wesentlichen im eingeschränkten Betrieb während des rund fünfmonatigen baulichen und konzeptionellen Umbaus der Raststätte Thurau Süd in Zuzwil. Gleichzeitig blicken die 50-Prozent-Tochtergesellschaften Raststätte Rheintal AG und Raststätte Walensee AG sowie die Viamala Raststätte Thusis AG, an der das Unternehmen zu 20 Prozent beteiligt ist, auf ein schwieriges Jahr mit anhaltender Euro-Schwäche und sinkenden bzw. stagnierenden Umsätzen im Restaurantbereich zurück. Für die Raststätte Rheintal AG ist im Laufe dieses Jahres eine Konzeptanpassung im Gastronomiebereich geplant.

Solide finanzielle Basis

Laut Geschäftsbericht sank der Umsatz 2013 im Restaurantbereich um 6,9 Prozent auf 2,667 Mio. Franken, der Shop-Umsatz um 7,6 Prozent auf 4,612 Mio. Franken. Bei den Treibstoffen musste ein Minus von 5,4 Prozent verbucht werden. In Zahlen wurden im vergangenen Jahr 239 000 Liter weniger Benzin und Diesel verkauft als 2012. In diesem Bereich wird für dieses Jahr eine Trendwende erwartet, zumal die Raststätte Thurau AG neu frei ist in der Preisgestaltung und Treibstoffe zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten kann.

Aufgrund der Investitionen in die Raststätte Thurau Süd hat sich die Bilanzsumme von 10 Mio. Franken auf 13,7 Mio. erhöht. Hypotheken und Kreditoren machen 37 Prozent der Bilanzsumme aus, das Eigenkapital (6,4 Mio. Franken) rund 47 Prozent. Die Raststätte Thurau AG steht also, trotz der Neuverschuldung in Zuzwil, auf finanziell gesunden Füssen.

Gleichbleibende Dividende

Für das vergangene Geschäftsjahr wird ein Gewinn von 899 015 Franken ausgewiesen (Vorjahr 899 175 Franken). Mit dem Gewinnvortrag 2013 steht der Generalversammlung am 24. Juni ein Bilanzgewinn von 2,501 Mio. Franken zur Verfügung. Der Verwaltungsrat beantragt den Aktionärinnen und Aktionären, wiederum die Ausschüttung einer Dividende von 25 Prozent, bzw. 550 000 Franken. 1,959 Mio. Franken sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden.

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