Uli Forte hiess ihn willkommen

Der Sekschüler Lukas Büchi lief von Guntershausen nach Bern. Aus Liebe zu den Young Boys und innerhalb einer Projektarbeit für seinen Schulabschluss.

Kurt Lichtensteiger
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Lukas Büchi im YB-Dress. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Lukas Büchi im YB-Dress. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

GUNTERSHAUSEN. Wenige Wochen vor Schulschluss stellen die 80 Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen der Sek Aadorf ihre Einzelprojekte vor. In diesem Casting sollen die zehn Besten ausgelesen werden, um beim Schulschluss vom 3. Juli in die engere Auswahl für den Aadorfer Schüler-Preis 2014 zu gelangen.

18seitige Arbeit

Auf die Gunst der Jury hofft auch der Guntershauser Lukas Büchi – mit einem Nachteil gegenüber seinen Mitbewerbern. Diese können ihre Projekte optisch eindrucksvoll zur Schau stellen, sei es mit Modellen, Zeichnungen und digitalen Visualisierungen. Lukas Büchi hingegen kann lediglich mit einer 18seitigen, gebundenen Broschüre auftrumpfen, worin er seine Reiseerlebnisse festgehalten hat. Dazu kommen allerlei statistische Angaben, so die Aufschlüsselung der Ausgaben von 262 Franken, die täglich absolvierten Kilometer, die Marschzeit von 2710 Minuten und die dafür nötigen 278 872 Schritte sowie zwölf ausgewählte Fotos. Nicht so spektakulär für den Aussenstehenden, umso mehr aber für den Wettbewerbsteilnehmer.

Reaktionen von Zeitungslesern

«Vom Echo auf mein Projekt, nämlich der Matchbesuch von YB gegen Sion im Stade de Suisse auf Schusters Rappen, war ich überrascht», erzählt der Schüler. «Ein Biobauer aus Müllheim beispielsweise, seit bald 40 Jahren YB-Fan, hat darüber in der Tagespresse gelesen, sich bei mir gemeldet und mich zu Hause besucht. Täglich hat er sich während meiner Reise telefonisch über meine Befindlichkeit erkundigt.»

Gefreut habe ihn aber auch, dass er in Bern von YB-Trainer Uli Forte persönlich willkommen geheissen wurde. Drei Gratistickets und ein YB-Shirt gab es obendrauf.

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