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Überraschungen sind ausgeblieben bei den Wahlen und Abstimmungen

Die Thurgauer Behördenwahlen und die eidgenössische Zersiedelungsinitiative prägten das Wochenende in der Region Wil. In allen Gemeinden wurde die Initiative verworfen. In Wilen ziehen Rebekka Bannwart und Alfred Wenger neu in den Gemeinderat ein, in Rickenbach wurde Michael Bebie neu in die Exekutive gewählt.
Hans Suter
Das ist der gestern gewählte Gemeinderat der politischen Gemeinde Wilen für die Amtsdauer 2019–2023: von links Alfred Wenger (neu), Rebekka Bannwart (neu), Gemeindepräsident Kurt Enderli (bisher), Fiona Graf-Hürlimann (bisher) und Roger Staub (bisher). (Bild: Hans Suter)

Das ist der gestern gewählte Gemeinderat der politischen Gemeinde Wilen für die Amtsdauer 2019–2023: von links Alfred Wenger (neu), Rebekka Bannwart (neu), Gemeindepräsident Kurt Enderli (bisher), Fiona Graf-Hürlimann (bisher) und Roger Staub (bisher). (Bild: Hans Suter)

Die Exekutive der politischen Gemeinde Wilen verändert ihr Gesicht. Ursula Burtscher und Philipp Granwehr hatten sich entschieden, für die vierjährige Legislaturperiode 2019-2023 nicht mehr zu kandidieren. In Rebekka Bannwart und Alfred Wenger konnten zwei Kandidierende für die Nachfolge gefunden werden. Beide erhielten 324 Stimmen und erreichten das absolute Mehr von 196 problemlos. Beide sind somit gewählt und werden im Juni ihr Amt als Gemeinderatsmitglieder antreten.

Die Neuen

Rebekka Bannwart ist Familienfrau und Mutter dreier Kinder. Die ausgebildete Hotel- und Tourismusmanagerin sowie Marketingfachfrau lebt seit sieben Jahren im Dorf und sagt: «Ich liebe Wilen.» Darin findet die 34-Jährige auch ihre Motivation für das Amt als Gemeinderätin. «Wilen ist sehr gut aufgestellt, darauf kann man aufbauen.»

Alfred Wenger, vielen bekannt als Sopeye, hat die Liebe zur bekannten Künstlerin Marianne Bachmann nach Wilen geführt. Der 67-jährige Maschineningenieur ist pensioniert und wohnt seit vier Jahren in der Gemeinde. Er stellt sich aus Dankbarkeit für das Amt zur Verfügung: «Ich bin früher viel im Ausland gewesen und habe bei meiner Rückkehr immer wieder profitiert. Nun möchte ich etwas zurückgeben.»

Glanzresultat für Michael Bebie in Rickenbach

Michael Bebie wurde neu in den Gemeinderat von Rickenbach gewählt. Bild: PD

Michael Bebie wurde neu in den Gemeinderat von Rickenbach gewählt. Bild: PD

Nachdem sich der Rickenbacher Gemeinderat Norbert Rüthemann (parteilos) nach drei Amtsdauern entschieden hatte, für die Legislaturperiode 2019–2023 nicht mehr anzutreten, musste in der Rickenbacher Exekutive ein Sitz neu besetzt werden. Als einziger Kandidat stellte sich Michael Bebie zur Verfügung. Er wurde im ersten Wahlgang auf Anhieb gewählt und erzielte obendrein mit 275 Stimmen ein Glanzresultat.
Der 36-jährige Elektroingenieur ist beruflich bei der Züger Frischkäse AG in Oberbüren tätig. Michael Bebie ist verheiratet und Vater zweier Kinder. In seiner Freizeit engagiert sich der begeisterte Unihockeyspieler als Schiedsrichter in den Nationalligen A und B.
Im Gegensatz zum Gemeinderat kam es in der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission (GRPK) zu einem Wahlkampf um einen frei werdenden Sitz zwischen Thomas Braunwalder, Fachperson Revisorat, und dem Betriebsökonomen Sven Blum. Braunwalder machte das Rennen mit 155 Stimmen. Blum erzielte 142 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 140 Stimmen.

Zersiedelungsinitiative wird deutlich abgelehnt

Erwartungsgemäss einen schweren Stand hatte die eidgenössische Zersiedelungsinitiative in den Wahlkreisen Wil und Toggenburg sowie dem Hinterthurgauer Bezirk Münchwilen. In sämtlichen Gemeinden wurde das Begehren abgelehnt. Je ländlicher, desto deutlicher, jedoch überall mit mindestens 62 Prozent. In vier der zehn Gemeinden im Wahlkreis Wil wurde die Initiative mit mehr als 70 Prozent verworfen; am deutlichsten in Niederbüren mit 79,4 Prozent, Niederhelfenschwil (77,2%), Zuzwil (75,2%) und Oberbüren (72,8 %). Die tiefste Ablehnung verzeichnete Degersheim mit 62,5 Prozent.
Im Wahlkreis Toggenburg erreichte die Ablehnung in vier der zwölf Gemeinden einen Wert von mehr als 70 Prozent. Prozentual am meisten Neinstimmen gab es in Mosnang mit 74,7 Prozent, gefolgt von Hemberg und Oberhelfenschwil mit je 74,6 Prozent und Kirchberg mit 71 Prozent. Die tiefsten Ablehnungswerte resultierten in Nesslau (63,1%) und Lütisburg (64,6%).
Im 13 Gemeinden umfassenden Hinterthurgauer Bezirk Münchwilen wurde die Initiative in vier Gemeinden mit mehr als 70 Prozent verworfen: Rickenbach (72,9%), Tobel-Tägerschen (72,3%), Lommis (72,1%) und Bettwiesen (71,6%). In Münchwilen (65%) war die Ablehnung am tiefsten.

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