ÜBERRASCHUNG: Doch noch eine Kampfwahl

Durch Karin Gerbers kurzfristigen Entscheid, als Mitglied für die Primarschulbehörde Bettwiesen zu kandidieren, waren es an der Gemeindeversammlung auf einmal fünf Kandidaten für vier Sitze. Beatrice Montgomery-Furrer wurde als neue Präsidentin gewählt.

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Die neue Schulpräsidentin Beatrice Montgomery-Furrer (Bild: che)

Die neue Schulpräsidentin Beatrice Montgomery-Furrer (Bild: che)

Die Spannung stieg doch auf einmal, als am Montagabend an der Primarschulgemeindeversammlung von Bettwiesen die Behörde neu gewählt wurde. Eigentlich waren für alle frei gewordenen Sitze in der Behörde die nötigen Kandidaten vorhanden, also vier Kandidaten für vier Behördensitze. An der Versammlung meldete sich Thomas Gerber zu Wort. Aber nicht er stellte sich zur Wahl, sondern seine Frau Karin hatte sich entschieden, in der Behörde mitarbeiten zu wollen. Aus familiären Gründen konnte sie an der Versammlung nicht teilnehmen. Aus diesem Grund sprach ihr Ehemann vor dem 68 Stimmberechtigten (total 756). Mit 13 Stimmen verpasste sie die Wahl in das neu zusammengesetzte Gremium aber deutlich. Denn die bisherigen Gabi Eisenegger (67 Stimmen, Behördenmitglied) und Edith Hinder (66 Stimmen, Schulpflegerin) wurden klar in ihrem Amt bestätigt. Zudem – und ebenfalls mit einem überaus deutlichen Ja-Stimmenanteil – nehmen in Zukunft neu Patrick Peter (66 Stimmen) und Naim Ismaili (59 Stimmen) in der Behörde Einsitz.

Neue Präsidentin ohne Gegenstimme

Ein für fast nicht möglich gehaltenes Wahlresultat gab es bei der Wahl ins Präsidium. Der nach acht Jahren im Amt nun abtretende Präsident Edi Andreoli gab das Resultat bekannt. «Gewählt ist mit 68 von 68 Stimmen Beatrice Montgomery-Furrer.» Diesem Resultat musste sich die neugewählte Präsidentin (ab 1. August 2017 für die Amtszeit von vier Jahren) erst einmal bewusst werden. «Nach der Verkündung des Resultates, welches mich doch sehr positiv überrascht hat, überwiegt zunehmend der Stolz, dieses Wahlresultat erreicht zu haben. Es wird mir eine Ehre sein, mich für unsere Schule einzusetzen, wobei mir bewusst ist, dass nun enorm viel Neues auf mich zukommen wird.» Ebenso betonte sie, dass es nicht einfach werden wird, in die grossen Fussstapfen Andreolis zu treten. «Aber meine Tugenden, wie kritikfähig zu sein oder ein grosses Durchsetzungsvermögen zu haben, werden mir helfen. Ich bin mir der grossen Verantwortung bewusst, die auf mich zukommt», sagte die verheiratete Betriebsökonomin.

Verankerung in der Gemeinde ist wichtig

Die Gratulationen und der Applaus deuteten darauf hin, dass sich hier eine Sympathieträgerin hatte wählen lassen. Rückendeckung innerhalb der Gemeinde ist unablässig, um Gegenwind zu meistern und in eine positive Richtung zu lenken.

Christoph Heer

redaktion@wilerzeitung.ch