Über Wild Card zum Sieg

Nina Stadler aus Kirchberg gewinnt erneut internationales Juniorenturnier in Oberentfelden. Knapp ein Jahr nach ihrem ersten internationalen Turniersieg doppelte sie am selben Ort nach.

Marie-Theres Brühwiler
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Nina Stadler vermag sich auch international zu beweisen. (Bild: mtb.)

Nina Stadler vermag sich auch international zu beweisen. (Bild: mtb.)

TENNIS. Die internationale Turnierwoche in Oberentfelden begann für Nina Stadler (ITF 210) alles andere als optimal. Als Vorjahressiegerin hatte sie es verpasst, sich rechtzeitig für die Swiss Junior Trophy anzumelden. Dass sie deswegen nur dank einer Wild Card ins Turnier kam und dabei den Umweg über das Qualifikationsturnier machen musste, erwies sich allerdings nicht als Nachteil, im Gegenteil. Die Kirchbergerin kam so zu weiteren, sie fordernden Spieleinsätzen.

Kämpferisch und nervenstark

Die an Nummer zwei gesetzte Kirchbergerin spielte sich souverän durch die Qualifikation, besiegte ihre Gegnerinnen aus der Schweiz, Deutschland, Russland und der Slowakei auch im Hauptturnier deutlich und stand ohne Satzverlust im Final. Allerdings brauchte die 17-Jährige in den Halbfinals mehr Nerven als zunächst angenommen. Musste die Toggenburgerin doch nach einer deutlichen 5:2-Führung gegen die Slowakin Viktoria Kuzmova (519) im ersten Satz noch ins Tiebreak. Auch der zweite Satz blieb ausgeglichen. «Gut, dass ich dieses knappe Spiel letztlich doch in zwei Sätzen entscheiden konnte», so Nina Stadler. Auch im Final gegen die topgesetzte Schweizerin Jil Belen Teichmann (ITF 174) bewies Stadler Nervenstärke. Denn der Gewinn des ersten Satzes und ein Break-Vorsprung reichten nicht, um den zweiten grossen Turniersieg auf dieser Stufe auf dem direkten Weg ins Trockene zu bringen. Nina Stadler musste in die Verlängerung. Dass die 17-Jährige das hochstehende enge Finalspiel mit 6:4, 4:6, 6:4 gewinnen konnte, beweist, dass sie nicht nur kämpferisch, sondern auch mental stark ist.

Erster WTA-Punkt?

Diese Woche steht die TC-Seeburg-Spielerin, die in Kreuzlingen das Sport-KV absolviert, in Holland im Einsatz. An Nummer eins gesetzt, stehen ihre Chancen auf einen weiteren wichtigen internationalen Turniersieg auf ITF-Stufe ausgezeichnet. Einen weiteren Karriereschritt könnte Nina Stadler dann bereits nächste Woche machen. Dann, wenn auf ihrer Heimanlage in Kreuzlingen das erste internationale Frauenturnier, das mit 10 000 Dollar dotierte WTA-Unterbauturnier «ITF Women's Circuit UBS Thurgau», lanciert wird. «Ich freue mich sehr auf dieses Heimspiel und hoffe natürlich, dass ich in Kreuzlingen meine ersten WTA-Punkte gewinnen kann», betont Nina Stadler.